Peugeot 308 auch als Plug-in-Hybrid

Nachdem Peugeot das Fortschreiben der Zahlen seit dem 301 eingestellt hat, kommt es beim neuen 308 auf die nachgestellte römische Ziffer an: Willkommen 308 III – jetzt auch als Plug-in-Hybrid!

Der neue Peugeot 308 trägt als Erster das neue Logo. | Foto: Peugeot
Der neue Peugeot 308 trägt als Erster das neue Logo. | Foto: Peugeot
Gregor Soller

Im Gegensatz zum noch jungen Citroen C4 steht der 308 auf der größeren EMP2- und nicht auf der CMP-Plattform. Heißt, dass der 308 nicht vollelektrisch, sondern „nur“ als Plug-in kommen wird, ziemlich zeitnah mit dem DS 4 und dem nächsten Opel Astra. Gebaut wird der Neue nicht wie sein Vorgänger im Peugeot-Stammwerk Sochaux, sondern in der Fabrik bei Mühlhausen im Elsass.

Neu sind die Plug-in-Hybride

Bei den konventionellen Antrieben arbeiten alte Bekannte unter der haube, heißt: Zwei Drei-Zylinder-Turbobenziner mit 110 PS (81 kW) und 205 Nm und 131 PS (96 kW) sowie 230 Nm, der stärkere kann mit einer Automatik kombiniert werden. Der Diesel mit 1,5 Liter Hubraum hat vier Zylinder und kommt ebenfalls auf 131 PS, bietet aber 300 Newtonmeter Drehmoment. Neu ist die Plug-in-Variante, die etwa 50 Kilometer elektrische Fahrt bieten und soll nach WLTP nur 33 g/km an CO2 ausstoßen soll. Das ist wichtig für die Marke, um den Flottenverbrauch in straffreie Schadstoffzonen zu drücken. Die Systemleistung des immer mit einem Automatikgetriebe ausgestatteten 308 Hybrid dürfte bei 225 respektive 300 PS liegen, analog zu den größeren 3008 SUV. .

Denen nähert er sich leider auch in der Größe an, denn leider hat auch der 308 wieder zugelegt und das nicht zu knapp: In der Länge streckt er sich um 5,5 Zentimeter auf 4,36 Meter, der Radstand wächst auf 2,68 Meter. Das bringt den Passagieren im Fond mehr Beinfreiheit. Die Dachlinie hat sich um 1,6 Zentimeter auf 1,44 Meter gesenkt, die Breite bleibt bei 1,8 Metern. Das Kofferraumvolumen hat geringfügig verloren, 365 Liter passen wenigstens ins Gepäckabteil, das sind 14 Liter weniger als bisher. Der Kombi SW soll mindestens 455 Liter transportieren. Immerhin gibt es jetzt eine variablere Sitzbank, die sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen lässt. Über die maximalen Volumina der Kofferräume gibt es (noch) keine Infos.

An der Front prangt das neue Logo

Vorn übernimmt er die Säbelzähne vom 508 und trägt als erster Peugeot das neue Logo. Hinten bleibt es bei drei LED-Streifen, allerdings nicht mehr in senkrechter Krallen-Anordnung. Innen gibt es jetzt auch im 308 AGR-Sitze und ein neues, noch komplexeres i-Cockpits in 3-D-Technik, das besser mit dem kleinen und zweifach verstellbaren Lenkrad zusammenpasst. Der Kranz des Volants verdeckt jetzt nicht mehr zwangsweise einen Teil der Informationen verdeckt. Die Tastenreihe unter dem Monitor in der Mitte wurde auf digitale Berührungstechnik umgestellt. Immerhin bietet man der Hand eine Auflage um das jetzt digitale „Klavier“ zu spielen. Außerdem lassen sich die Tastenfunktionen frei programmieren, ganz nach den Vorlieben und Gewohnheiten der Nutzer und Nutzerinnen.
 

Auf den Stand der Zeit hat Peugeot das Infotainmentsystem gebracht, auf der Mittelkonsole gibt es eine Ladeschale fürs Handy und zwei USP-Anschlüsse, außerdem findet sich hier der Schalter zur Auswahl der Fahrprogramme. Die Aisin-Achtgangautomatik wird jetzt wie bei anderen Konzernmodellen per Wippe bedient.

Auch die Sicherheitsassistenten wurden aufgwertet: Die adaptive Tempokontrolle beherrscht jetzt auch den Stop-and-Go-Verkehr, die Assistenten wurden um den Warner erweitert, der beim Rückwärtsfahren auf querenden Verkehr aufmerksam macht. Der 308 beherrscht überdies die halbautonome Spurwahl: Wenn die Bahn frei ist, wechselt er nach Betätigung des Blinkers nach links oder rechts.
 

Was bedeutet das?

Der neue 308 soll wieder eine wichtigere Rolle im Kompaktsegment spielen. Optisch schlägt er mit dem neuen Logo auch ein kleines neues Kapitel auf. Gespannt sein darf man auf die Plug-ins. Eine rein elektrische Kompaktklasse bleibt Peugeot beim 308 schuldig.

 

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