PARK NOW-Übernahme: Easy-Park will nicht nur parken, sondern laden

Die schwedische Gruppe plant die Übernahme des BMW-Daimler-Joint-Venture-Teils und will den Aufbau eines globalen und digitalen Mobilitätsanbieters forcieren - für Parken und Laden von E-Autos.

Filetiert: Mit ParkNow spaltet das Your-Now-Joint-Venture einen Teil des Portfolios ab. | Foto: ParkNow
Filetiert: Mit ParkNow spaltet das Your-Now-Joint-Venture einen Teil des Portfolios ab. | Foto: ParkNow
Johannes Reichel

Die Stockholmber Easy-Park Group hat die Übernahme des BMW-Daimler-Joint-Venture-Unternehmens Park Now angekündigt. Die beabsichtigte Übernahme von den Anteilseignern stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Behörden, hieß es einschränkend. Die Park Now Group, die in Deutschland mit der gleichnamigen App operiert, ist seit 2016 am Markt. Aktuell kommt die Anwendung in über 280 Städten in Deutschland und Österreich zum Einsatz.

Unter dem Dach der Park Now Group haben beide Eigentümer des Your Now-Joint Ventures in den letzten Jahren aber auch einen globalen Anbieter digitaler Park-Lösungen aufgebaut. Die Group firmiert in elf Ländern unter den Marken RingGo, Park Now, Park-line und Parkmobile und bietet in über 1.100 Städten ein Portfolio digitaler Dienstleistungen rund ums Parken an, sowohl in Parkhäusern als auch am Straßenrand. Kunden können Parkplätze online via App reservieren, buchen und bezahlen.

Easy-Park: Nicht nur Parken, sondern auch Laden

Das schwedische Unternehmen EasyPark sieht sich als schnell wachsenden, aber bisher primär europäischen Mobilitätsdienstleister, der für Fahrer sowohl das Parken als auch das Aufladen von Elektrofahrzeugen erleichtern will. Mittels integrierter App könnten Nutzer Parkplätze und Ladesäulen finden, verwalten und bezahlen, wirbt der Anbieter. Mit digitalen Anwendungen unterstütze man Kunden, seien es Unternehmen, Städte oder Parkraumbetreiber, bei der Verwaltung, Planung und Führung von Parkhäusern und Parkplätzen in über 2.200 Städten in 20 Ländern in Europa und Australien.

In Deutschland bieten die Schweden ihren Service in ca. 260 Städten an. Durch die geplante Übernahme könne man weiterwachsen und seine Position als globaler Vorreiter bei digitalen Diensten rund ums Parken ausbauen, glaubt man in Stockholm. Die beiden Unternehmen ergänzten sich bei der Marktabdeckung in den USA und Europa ideal, so das Plädoyer. Über die Bedingungen der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart, wie die Anbieter mitteilen. 

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