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Parallel Systems: Elektrisch und autonom auf dem Gleis

Der Spezialist hat die zweite Generation seiner autonomen batterieelektrischen Schienenfahrzeuge präsentiert. 

Autonom auf der Schiene: Parallel Systems hat die zweite Generation ihres E-Schienenfahrzeugs vorgestellt. (Bild: Parallel Systems)
Autonom auf der Schiene: Parallel Systems hat die zweite Generation ihres E-Schienenfahrzeugs vorgestellt. (Bild: Parallel Systems)
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Redaktion (allg.)
von Nadine Bradl

Parallel Systems, ein Unternehmen, das zur Entwicklung autonomer batterieelektrischer Schienenfahrzeuge gegründet wurde, stellte am 12. September öffentlich sein Fahrzeug der zweiten Generation vor, das bei Kunden in Pilottests auf bestehenden Schienennetzen in den USA und international eingesetzt werden soll. 

Mit der neuen Generation soll unter anderem der Einsatz auf dem bestehenden Schienennetz geprüft werden, so Parallel. 

„Ein entscheidender Schritt in unserer Produktentwicklung", sagte Matt Soule, Mitbegründer und CEO von Parallel Systems.

Derzeit seien nur drei Prozent der insgesamt 143.000 Meilen US-Eisenbahnstrecke durch aktive Züge belegt, in den freien Strecken bestünde eine eine enorme Chance, den Güterverkehr von der überlasteten Straße auf die Schiene zu verlagern.

"Zusätzlich zur Behebung des Lkw-Fahrermangels würde die Umstellung von 100.000 Lkw-Kilometern auf die emissionsfreien Schienenfahrzeuge von Parallel bis zu 175 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre eliminieren.“

Autonom und fern gesteuert

Das neue Schienenfahrzeug habe ein optisches Update mittels einer Spannstruktur erhalten, die jedes Ende des Triebwagens verbindet, um einen Frachtcontainer in Standardgröße aufzunehmen. Das Fahrzeug der zweiten Generation umfasse zudem sowohl autonome als auch ferngesteuerte Betriebsfunktionen.

Derzeit hat Parallel Systems drei Fahrzeuge der zweiten Generation produziert, drei weitere sind in Produktion - weitere sollen folgen. Seit November 2022 werden die Fahrzeuge auf der Teststrecke von Parallel in Südkalifornien Steuerungs-, Telemetrie-, Traktions-, Brems- und Dynamiktests unterzogen. Gleistauglichkeitstests werden 2024 mit MxV Rail, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Association of American Railroads, in Pueblo, Colorado, durchgeführt.

Platoon-Fahrten

Parallel will noch in diesem Jahr mit sogenannten Platoon-Demonstrationen mit dem Fahrzeug der zweiten Generation beginnen. Dabei wird jeder Parallel-Triebwagen individuell angetrieben und bildet Züge mit bis zu 50 Waggons, um den Energieverbrauch zu senken und die Kapazität des Schienennetzes effizient zu nutzen. Das Platooning ist vollautomatisch, die Waggons müssen nicht an- oder abgekuppelt werden, sie bewegen sich einfach nahe aneinander und nehmen dann durch Stoßfänger Kontakt auf, um Platoons zu bilden. Sobald der Kontakt hergestellt ist, hält jedes Fahrzeug durch Regulierung der Zugkraft eine festgelegte Kraft mit dem vorausfahrenden Fahrzeug aufrecht. Der kleine Luftspalt und die Druckwirkung durch die Stoßfänger des Triebwagens reduzieren den gesamten Luftwiderstand des Zuges und verbessern so die Energieeffizienz.

Das autonome batterieelektrische Schienenfahrzeug der zweiten Generation von Parallel wird nach den folgenden Spezifikationen gebaut:

● Antriebssystem: Batterieelektrischer Antriebsstrang.
● Autonomes System: Vollständig autonom, mit bidirektionalem, kamerabasiertem Wahrnehmungssystem.
● Nutzlastkapazität: Bis zu 70.000 Pfund / 58.000 Kilogramm

Parallel erhielt vom Department of Energy (DOE) eine Förderung von insgesamt 4.438.897 US-Dollar, die zur Finanzierung der Entwicklung, Produktion und Erprobung der elektrischen Schienenfahrzeuge der zweiten Generation beitragen soll. 

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