Opel Vivaro-e stromert an die Spitze

Rückenwind auf zwei Heimatmärkten für den E-Van: Der Kompakttransporter ist das meistverkaufte elektrische Nutzfahrzeug seiner Klasse im ersten Quartal 2022 in Deutschland und Großbritannien.

Anschluss gefunden: Der Opel Vivaro-e scheint in Zeiten hoher Spritpreise einen Nerv zu treffen und verkauft sich in Deutschland und Großbritannien gut. | Foto: Opel
Anschluss gefunden: Der Opel Vivaro-e scheint in Zeiten hoher Spritpreise einen Nerv zu treffen und verkauft sich in Deutschland und Großbritannien gut. | Foto: Opel
Johannes Reichel

Der Stellantis-Konzern und seine Tochter Opel vermelden steigendes Interesse an seinen elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen. Im ersten Quartal errang der Opel Vivaro-e im deutschen Markt sowie der baugleiche Vauxhall Vivaro-e in Großbritannien die Spitze in ihrem Segment. Zudem ist das Modell baugleich bei Peugeot, Citroen, Fiat sowie dem Kooperationspartner Toyota erhältlich. Allerdings ist das Angebot an elektrisch angetriebenen Transportern generell noch immer überschaubar. Im Pkw-Kombi-Segment bietet der Stellantis-Konzern quer über alle Marken nur noch elektrisch angetriebene Modelle von den C- und B-Segment-Vans der City-Van- und Kompakt-Van-Klasse an.

Die Rüsselsheimer konnten den Marktanteil bei den zunehmend wichtigen elektrischen leichten Nutzfahrzeugen im Heimatmarkt in den ersten drei Monaten des Jahres auf knapp 19 Prozent steigern. In Großbritannien war der Vauxhall Vivaro-e im März zugleich das meistverkaufte Elektro-LCV (Light Commercial Vehicle) überhaupt und hält diesen Spitzenplatz für das gesamte Quartal. Im Jahresvergleich konnte Vauxhall den Marktanteil bei den Elektro-LCVs in Großbritannien von 19 auf 22,7 Prozent steigern.

„Das Segment der elektrischen leichten Nutzfahrzeuge wächst rasant und ist für die gesamte Branche von großer Bedeutung. Da immer mehr Unternehmen darauf achten, die Betriebskosten und Emissionen ihrer Flotten zu senken, wird der Absatz an Elektro-LCVs künftig weiter zunehmen. Unsere Entscheidung, frühzeitig batterie-elektrische Modelle vom Combo-e über den Vivaro-e bis zum Movano-e verfügbar zu machen, war genau richtig“, meint Opel CEO Uwe Hochgeschurtz.

Der Vivaro-e spielt mit einer Reichweite von bis zu 328 Kilometer (WLTP) und einer Nutzlast von bis zu 1.163 Kilogramm eine zentrale Rolle bei der Elektrifizierung der Opel- und Vauxhall-LCV-Palette ein. Geplant ist, dass es 2024 alle Modelle auch elektrifiziert geben soll, und ab 2028 wollen Opel und Vauxhall in Europa komplett auf elektrische Fahrzeuge setzen.

Nächster Schritt: Hydrogen-Van

Bereits im Markthochlauf befindlich ist die Produktion des Vivaro-e Hydrogen, der auf dem batterie-elektrischen Opel Vivaro-e basiert und den renommierten Titel „International Van of the Year 2021“ trägt. Der Fuel-Cell-Plug-in-Hybride verfügt nun über einen Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb mit aufladbarer Lithium-Ionen-Batterie zu 10,5 kWh Kapazität und kann vollgetankt mehr als 400 Kilometer weit fahren (WLTP). Die 45 kW-Brennstoffzelle liefert dabei genug Leistung für längere Fahrten auf der Autobahn. Das Auftanken mit Wasserstoff dauert laut Hersteller drei Minuten, vergleichbar einem konventionellem Diesel oder Benziner. Die kompakte Antriebstechnik ist so untergebracht, dass der Transporter gegenüber herkömmlichen Verbrennern keine Abstriche beim Raumangebot erfordert. Er bietet 5,3 oder 6,1 Kubikmeter Laderaum und die Nutzlast beträgt bis zu 1.000 Kilogramm. Der Fuel-Cell-PHEV ist in den zwei Längen M (Medium) und L (Large) verfügbar (4,95 und 5,30 Meter).

 

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