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Opel: Rallye-Corsa-e löst den Verbrenner ab

Der Nachfolger des benzingetriebenen Opel Adam Cup läuft in der intensiven Erprobung. Vor allem die Software wird adaptiert auf Rallye-Zwecke. Antriebspackage aus dem Serienfahrzeug.

Renn-Stromer: Die Rallye-Variante des Corsa-e verwendet großteils Serientechnik, die jetzt modifiziert wird. | Foto: Opel
Renn-Stromer: Die Rallye-Variante des Corsa-e verwendet großteils Serientechnik, die jetzt modifiziert wird. | Foto: Opel
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Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Opel ist die intensive Phase des Entwicklungsprogramm der Sportvariante für den ADAC Opel e-Rally Cup gestartet. Derzeit absolvieren zwei Entwicklungsträger des rein batterie-elektrischen Rallyewagens Ausdauertests im Test Center Dudenhofen, teilte der Anbieter mit.

„Wir spulen mit beiden Autos möglichst viele Kilometer ab, um bereits in einer frühen Phase so viele Realdaten zu sammeln wie möglich", erklärt erklärt Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott.

Für ein elektrisches Rallyefahrzeug gebe es keine Erfahrungswerte, daher ersetze man jetzt die Berechnungen und Simulationen aus der Frühphase durch Realdaten. Ein weiterer Schwerpunkt der Tests ist die Belastung und der thermische Haushalt der Batterie unter Rennbedingungen, ein anderer die Software-Adaption.
 

Performance mindestens auf Verbrenner-Niveau

Erst im zweiten Schritt will sich das Ingenieursteam der Performance des 100 kW/136 PS starken Stromers widmen. Dabei sei wichtig, dass die Leistung jederzeit und unter allen Bedingungen konstant abrufbar ist. "Das Material soll stets Chancengleichheit für alle Teilnehmer gewährleisten“, meint Jörg Schrott. Zielvorgabe mit dem Corsa-e Rally sei das hohe Niveau seines benzingetriebenen Vorgängers, des Opel ADAM Cup. Bei fast gleicher Leistung generiert der Corsa-e Rally mit 260 Newtonmeter ein deutlich höheres Drehmoment, skizziert Schrott. Durch die über den gesamten Unterboden verbaute Batterieeinheit liege der Schwerpunkt tief, die Gewichtsverteilung beim E-Modell sei sehr gut, ein wichtiger Faktor. Nun wolle man eine möglichst ausgewogene Fahrwerkskonfiguration finden. Im Anschluss an die Entwicklung werde ein so genanntes Referenzauto aufgebaut, das wiederum als Vorlage für die Kundenfahrzeuge diene. Für die erste Saison 2020/2021 ist geplant, rund 20 Corsa-e Rally aufzubauen, von denen bis zu 15 im Sommer an Kundenteams gehen.

Gleicher Akku wie in der Serie - drei Betriebsmodi

Der Corsa-e Rally verfügt über die gleiche Batterie wie das Serienauto. Die Speicherkapazität beträgt 50 kWh für eine Reichweite von 337 Kilometern nach WLTP im normalen Straßenverkehr. Um die Reichweite im Rennbetrieb maximal auszureizen, sind drei Betriebsarten vorgesehen: Im Modus „WP“ (Wertungsprüfung) liegen die volle Leistung und das maximale Drehmoment an. Im Modus „WP Regen“ kommt eine angepasste Drehmomentkurve für rutschigen Untergrund zur Anwendung wegen der hohen maximalem Drehmoment aus dem Stand. Den energiesparenden Modus „Eco“ werden die Teams dann für die Verbindungsetappen vom oder zum Serviceplatz und zwischen den Wertungsprüfungen wählen, skizziert der Hersteller.

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