Opel plant Batteriezellproduktion in Kaiserslautern

Wie der SWR berichtet, sollen im Rahmen des Joint Ventures mit dem Mutterkonzern PSA und dem französischen Batteriehersteller Saft rund 2.000 Arbeitsplätze entstehen.

Es kommt wieder Schwung in den Opel-Standort in der Westpfalz: Kaiserslautern soll Akkuzellen fertigen. | Foto: Opel
Es kommt wieder Schwung in den Opel-Standort in der Westpfalz: Kaiserslautern soll Akkuzellen fertigen. | Foto: Opel
Gregor Soller

Der SWR berichtet unter Berufung auf die rheinland-pfälzische Landesregierung, dass PSA am Standort Kaiserslautern eine Produktionskapazität von 32 GWh plant. Der Baubeginn soll 2023 erfolgen. Die Zukunft des Opel-Komponentenwerkes war eher ungewiss, da dort produzierten Teile für Verbrennungsmotoren künftig weniger benötigt werden. Außerdem plant das Konsortium, in Frankreich eine zweite identische Fabrik aufzubauen. Damit würde die PSA-Saft-Kooperation die von VW und Northvolt geplante Zellfabrikation iam Standort Salzgitter übertreffen. Auch dort soll 2013 gestartet werden mit einer Produktionskapazität von 16 GWh, die später auf 24 GWh erhöht werden kann.

Die EU-Kommission genehmigte mittlerweile auch die Förderungen für Kaiserslautern. Damit kommt Schwung in die Förderung von Akkuzellenproduktionen in Europa: Auch der Akkuhersteller Varta kann nun Gelder von der Bundesregierung erhalten.  Varta legt den Schwerpunkt jedoch auf die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie. Aber auch BASF legt nach: Der Konzern prüft laut „electrive.net“ eine Produktionsanlage für Lithium-Kathoden am Standort Schwarzheide in der Lausitz. Laut Berliner Zeitung sollen hier bis zu 500 Millionen Euro investiert werden.

Was bedeutet das?

Es könnte doch noch einen Schub in der europäischen Akku- und Zellfertigung geben. Zumal die Akkus nach wie vor einer der größten und teuersten Komponenten im E-Auto sind. Insofern macht es auch Sinn, hier selbst zu forschen und zu produzieren. PSA und VW setzen hier dezente Zeichen.

 

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