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Opel Grandland X Hybrid4: Starker Sparer

Opels erster Großserien-Plug-in-Hybrid bietet bis zu 300 PS und bleibt finanziell trotzdem halbwegs erschwinglich.

Zusammen mit dem Corsa E präsentierte Opel den Grandland X Hybrid4. | Foto: Opel
Zusammen mit dem Corsa E präsentierte Opel den Grandland X Hybrid4. | Foto: Opel
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Gregor Soller

Da ist sie wieder: Die schwarze Motorhaube, mit dem man einst wilde Opels noch wilder machen konnte, darunter Manta A und B. Sie bleibt wie die speziellen Alus in BiColor-Optik dem Grandöand-X-Hybrid vorbehalten, dem neuen Topmodell der Grandland-X-Familie.

Seine Kraft zieht er aus aus einem 1,6‑Liter-Turbobenziner und zwei Elektromotoren, die eine Systemleistung von bis zu 300 PS bieten. Der Kraftstoffverbrauch beträgt gemäß WLTP nur 1,6 l/100 km, die CO2-Emission 37 g/km – in der Realität wird das nur mit viel Nachladen und wenig Langstrecke zu erreichen sein. Den ersten Plug-In-Hybrid gibt es im Leasing bereits ab 399 Euro monatlich (das sind gut 335 Euro netto im Monat). Der Allradler ist zudem ab sofort als umfangreich ausgestattete Business Edition schon für 49.940 Euro bestellbar (das sind knapp 41.590 Euro netto). Die Basis startet aber deutlich günstiger, denn natürlich hat Opel auch die Dienstwagen im Blick:  Grandland X Hybrid4-Fahrer werden von der Dienstwagenbesteuerung für elektrifizierte Fahrzeuge profitieren: In Deutschland gilt nun 0,5 Prozent vom Neuwagenpreis, statt ein Prozent für konventionelle Antriebe. Mit dem halbierten Dienstwagensteuersatz rechnet sich die PHEV-Anschaffung noch mehr. Zu den ersten Kunden soll der Grandland X Hybrid4 Anfang 2020 rollen, die Produktion startet im vierten Quartal 2019 in Eisenach.

Etwas schade ist in dem Zusammenhang, dass der 147 kW/200 PS starker 1,6-Liter-Turbobenzin-Direkteinspritzer, noch mit der Euro 6d-TEMP-Norm startet, während PSA die kleinen Dreizylinder-Benziner schon mit Euro 6d ohne „Temp“ liefern kann. Die zwei Elektromotoren leisten je jeweils 80 kW/109 PS, im System kommen so maximal 300 PS zusammen, womit der Grandland X Hybrid4 definitiv zu den starken Mittelklasse-SUV zählt – und endlich Allrad anbietet.

Der Front-Elektromotor überträgt seine Kraft über eine elektrifizierte Achtstufen-Automatik auf die Vorderräder. Der zweite Elektromotor und das Differenzial sind in die Hinterachse integriert. Dieser zweite Elektroantrieb macht den Grandland X Hybrid4 zum Allradler. Der Opel Grandland X Hybrid4 fährt so bis zu 52 Kilometer gemäß WLTP-Fahrzyklus. Diese Reichweite deckt laut deutscher Studien rund 80 Prozent der durchschnittlichen täglichen Fahrtstrecken ab.

Die Fahrer können zwischen vier Fahrmodi wählen – je nach Präferenz und Fahranforderungen: Elektro, Hybrid, Allrad und Sport. So fährt das SUV im Hybrid-Modus automatisch in der jeweils effizientesten Antriebsweise. Für den Stadtverkehr kann der Fahrer auf Elektro-Modus schalten. Für beste Traktion auf jedem Untergrund wiederum lässt sich der Allrad-Modus aktivieren, der die elektrifizierte Hinterachse zuschaltet.

Die Energie steckt in einer 13,2 kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Der Anschluss zum Aufladen der Batterie über den 3,3 kW-On-Board-Charger (optional auch mit 6,6 kW) sitzt gegenüber vom normalen Tankeinfüllstutzen, womit auch der Opel zum Modell mit „zwei Tankklappen“ wird. Die Batterie ist platzsparend unter den Rücksitzen installiert, für uneingeschränkten Komfort im Innenraum und Ladevolumen im Kofferraum. Das regenerative Bremssystem des Grandland X Hybrid4 macht das Auto noch effizienter. Auf diese Weise erhöht sich die rein elektrische Reichweite des Hybridfahrzeugs laut Opel im Durchschnitt um bis zu zehn Prozent. Zur bestmöglichen Nutzung des elektrischen Hochspannungssystems (300 V) verfügt der Grandland X Hybrid4 über einen elektrischen Klimakompressor und eine elektrische Heizung.

Neben dem im Lieferumfang des Fahrzeugs enthaltenen Kabel zum Laden über eine Haushaltssteckdose bietet Opel Geräte zum Schnellladen an öffentlichen Stationen und Wallboxen zu Hause an. So lädt sich beispielsweise der Akku bei einer 7,4 kW Wallbox in rund einer Stunde und 50 Minuten vollständig auf.

Und die Lieferfähigkeit? Die laut Ulrich Selzer, Opel-Verkaufschef in Deutschland kein Problem der verfügbaren Akku-Kapazitäten, sondern der Produktionstechnik, die dann justiert werden müsse und könne. Denn diese Frage hat er seiner Mannschaft vorher gestellt: Können wir zu den geplanten Terminen liefern und bauen? Als er eindeutiges „ja“ erhielt, legte er die Termine fest: Der Grandland X Hybrid4 soll ab Januar 2020 geliefert werden, der Corsa E soll ab dem zweiten Quartal 2020 folgen. Vielleicht gibt es auch ihn künftig als Sportversion mit schwarzer Motorhaube.

Was bedeutet das?

Auch Opel startet die Plug-in-Hybride als starke Topmodelle der Baureihen, was angesichts der noch unsicheren Nachfrage legitim ist. Gespannt sind wir auf die Lieferfähigkeit – die ab 2020 uneingeschränkt stehen soll.

 

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