Opel Grandland Elektro-Nachfolger wird im Werk Eisenach gebaut

Stellantis investiert 130 Millionen Euro in Thüringer Werk. Die Produktion des batterieelektrischen Grandland-Nachfolgers auf der neuen Plattform „STLA Medium“ soll in der zweiten Jahreshälfte 2024 beginnen.

Opel CEO Florian Huettl wird auch den elektrischen Nachfolger des Grandland in Eisenach bauen lassen.| Foto: Stellantis
Opel CEO Florian Huettl wird auch den elektrischen Nachfolger des Grandland in Eisenach bauen lassen.| Foto: Stellantis
Thomas Kanzler

Der französische Autokonzern hat Investitionen von mehr als 130 Millionen Euro in das Werk in Eisenach bekanntgegeben, in dem das Kompakt-SUV Opel Grandland vom Band rollt. Mit diesen Mitteln werde nach Angaben eines Unternehmenssprechers die Produktion eines batterieelektrischen Grandland-Nachfolgers (BEV) ermöglicht. Die Erweiterung der Eisenacher Produktion um ein BEV unterstütze das Bekenntnis von Opel zu einer vollelektrischen Produktpalette in Europa ab 2028. In Eisenach wird derzeit der Opel Grandland produziert, unter anderem als Plug-in-Hybrid.

„Eisenach, unser kompaktestes Werk in Deutschland, hat ein starkes Streben nach Qualitätsverbesserungen gezeigt“, sagt Arnaud Deboeuf, Chief Manufacturing Officer von Stellantis. „Mit dieser Zuteilung der neuen vollwertigen BEV-Plattform von Stellantis, STLA Medium, werden die hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standorts die Kosten und die Qualität der von ihnen produzierten Fahrzeuge weiter verbessern und unsere Kundinnen und Kunden begeistern.“

Opel bis 2028 rein elektrisch

Es würden bereits seit 31 Jahren in Thüringen Fahrzeuge in erstklassiger Qualität gebaut, ergänzte Opel CEO Florian Huettl. Dabei habe das Werk stets Schritt mit der aktuellen Technik gehalten und habe dabei stets die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. In der Entscheidung für das Werk in Eisenach sieht Huettl einen weiteren Schritt für Opel, bis 2028 in Europa eine rein elektrische Marke zu sein.

Seit 1992 Opel-Werk

Das im September 1992 mit der Produktion des Opel Astra eröffnete Montagewerk im thüringischen Eisenach feierte im vergangenen Jahr sein 30-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür, bei dem an die Produktion von insgesamt 3,7 Millionen Fahrzeugen erinnert wurde.

„Thüringen ist ein Automobilstandort mit großer Tradition, der gerade mit Höchstgeschwindigkeit den Wandel hin zur Elektromobilität vollzieht“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow. „Vor diesem Hintergrund freut es mich ganz besonders, dass Opel hier eine entscheidende Rolle spielt und in Eisenach eine Modellreihe mit Zukunft fertigen wird.“

Dare Foreward 2030

Die angekündigte Investition in den Standort sei ein wichtiger Schritt zur Erfüllung der Ziele des Strategieplans Dare Forward 2030, erläutert Deboeuf. Dieser sieht tiefgreifende Senkungen der Emissionen vor: So soll der CO2-Ausstoß bis 2030 im Vergleich zu 2021 halbiert werden, und bis 2038 sollen Netto-Null-CO2-Emissionen erreicht werden – mit einer Kompensation der verbleibenden Emissionen im einstelligen Prozentbereich. Zu den Kernzielen von Dare Forward 2030 gehört auch, dass bis Ende des Jahrzehnts 100 Prozent der Pkw-Verkäufe in Europa und 50 Prozent der Pkw- und leichten Nutzfahrzeug-Verkäufe in den Vereinigten Staaten BEVs sein sollen. Zudem wird anvisiert, die Nettoeinnahmen bis 2030 gegenüber 2021 zu verdoppeln und während des gesamten Jahrzehnts zweistellige angepasste operative Margen zu erreichen. Und bis 2030 will Stellantis auf allen Märkten die Nummer eins bei der Kundenzufriedenheit für Produkte und Dienstleistungen werden.

Stellantis investiert bis 2025 mehr als 30 Milliarden Euro in Elektrifizierung und Software. Mit diesen Mitteln sollen BEVs bereitgestellt werden, mit denen die Kundenanforderungen erfüllt werden.

Was bedeutet das?

Die aktuellen „Eisenacher“ Opel Grandland und Grandland GSe laufen 2024 aus. Gute Nachrichten für die Opel-Mitarbeiter: Stellantis investiert kräftig in das Werk und die Auto-Produktion bleibt in Eisenach - dann rein elektrisch.

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