Opel: Combo-e Cargo kommt im Herbst

Parallel mit den PSA-Marken rollt Rüsselsheim die elektrische Variante des City-Vans vor, die mit dem E-Antrieb aus dem Baukasten 275 Kilometer schaffen soll. 11-kW-AC und 100 kW-DC-Lader sind Serie.

Opel gibt dem Blitz Strom: Nach dem Vivaro-e und vor dem Movano-e rollt der Combo-e Cargo an, mit 11-kW-AC-Lader und 100-kW-DC in Serie - allerdings erst im Herbst zu den Händlern. | Foto: Opel
Opel gibt dem Blitz Strom: Nach dem Vivaro-e und vor dem Movano-e rollt der Combo-e Cargo an, mit 11-kW-AC-Lader und 100-kW-DC in Serie - allerdings erst im Herbst zu den Händlern. | Foto: Opel
Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Die deutsche PSA-Tochter Opel hat jetzt im Gleichklang mit den französischen Konzerngeschwistern die vollelektrische Variante des kompakten Transporters Combo vorgestellt, die allerdings erst im Herbst zu den Händlern rollt. Der Combo-e Cargo verfügt über den E-Antriebsstrang aus dem Konzernbaukasten, bei dem ein 50 kWh-Akku (45 kWh nutzbar) die Energie für den 100-kW-Synchron-Elektromotor (260 Nm) liefert. Damit soll das Fahrzeug in spritzigen 11,2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen bis zu 275 Kilometer im WLTP-Zyklus weit kommen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h. Aufgeladen wird wie bei den größeren E-Transportern der Marke mittels eines in Deutschland serienmäßigen 11-kW-Bordladers in AC oder per 100-kW-Lader in DC. Im letzteren Falle sind 80 Prozent der Kapazität binnen einer halben Stunde wiederhergestellt. Der unterflur verbaute Akku soll im Nebeneffekt den Schwerpunkt des Fahrzeugs absenken und so für eine stabilere Straßenlage sorgen.

„Im neuen vollelektrischen Opel Combo-e fahren Gewerbetreibende auf jeder Tour emissionsfrei – mit einem Elektrofahrzeug, das in Sachen Nutz- und Zuglast Maßstäbe setzt“, wirbt Opel-CEO Michael Lohscheller.

Man führe mit dem City-Van die E-Mobilitätsoffensive bei den leichten Nutzfahrzeugen fort, die im vergangenen Jahr mit dem Vivaro-e begann. Lohscheller kündigte zudem den Start des Movano-e an, womit das komplette Nutzfahrzeugportfolio bis Ende des Jahres elektrifiziert sein soll. 
 

Varianten wie beim Verbrenner

Wie die bekannten konventionell angetriebenen Versionen, ist auch die E-Variante in zwei Längen erhältlich: Der 4,40 Meter lange Combo-e Cargo mit kürzerem Radstand bietet ein Ladevolumen von 3,3 bis 3,8 m3 und transportiert bis zu 3.090 Millimeter lange Gegenstände, die bis zu 800 Kilogramm wiegen dürfen. Zudem verweist der Hersteller auf die Möglichkeit des Anhängerbetriebs, 750 Kilogramm an Anhängelast stehten zur Verfügung.

Die längere 4,75 Meter Combo-e XL-Variante mit weiterem Radstand verfügt dann über ein bis zu 4,4 m3 großes Ladeabteil und Platz für bis zu 3.440 Millimeter lange Fracht. Sechs Verzurrösen am Boden, optional weitere vier an der Wand sorgen für Ladungssicherung. Die ordentliche Breite zwischen den Radkästen ermöglicht es, eine (in der Normalversion) oder sogar zwei Europaletten (in der XL-Variante) verladen zu können. Optional ist darüber hinaus eine Dachklappe erhältlich. Den E-Van gibt es zudem als Doppelkabine für bis zu fünf Personen und Trennwand hinter dem Passagierabteil. Für extralange Gegenstände lässt sich eine Klappe in der Trennwand nutzen.

Konnektivität und Fernabfrage per App

Auch bei Opel gibt es die konzernbekannten Konnektivitätsfeatures mit einer Telematik-Box an Bord. Mit dem sogenannten OpelConnect, der myOpel App und Free2Move stehen eine Reihe von Services und Infos für Elektrofahrzeuge via Smartphone zur Verfügung. Über die „Charge My Car“-Funktion der Free2Move App erschließt man die Nutzung von mehr als 220.000 Ladepunkten europaweit – inklusive Bezahlung. Im Connect-Paket enthalten ist auch der automatische Notruf. Mit der LIVE Navigation lassen sich Verkehrsereignisse in Echtzeit erfassen und Staus dynamisch umfahren.

Fahrerassistenz auf Pkw-Niveau

Wie bei den konventionellen Versionen fährt auch der Opel Combo-e Cargo ein komplettes Arsenal von 19 Fahrerassistenzfeatures auf. Als USP wirbt der Hersteller für die sensorgesteuerte Überladungsanzeige. Der Fahrer kann per Knopfdruck kontrollieren, ob das Fahrzeug überladen ist. Für ein Nutzfahrzeug besonders wertvoll ist etwa der sensorbasierte Flankenschutz ausgestattet werden, der vor seitlichen Kollisionen oder Remplern schützen soll. Funktionen wie der Spurhalte-Assistent und die Anhängerstabilitätskontrolle ergänzen das Sortiment an elektronischen Helfern.

Für taffe Trips: Grip & Go-Paket mit adaptivem Traktionssystem

Für Baustelleneinsätze mit rauerem Gelände, matschigem oder sandigem Untergrund gedacht ist das Grip & Go-Paket inklusive IntelliGrip bestellen. Neben dem adaptiven Traktionssystem umfasst das optionale Paket auch einen Berg-Abfahr-Assistenten, mehr Bodenfreiheit sowie ein modifiziertes Fahrwerk. In Sachen Infotainment setzt man auf die Konzernsysteme Multimedia Radio und Multimedia Navi Pro, die Apple CarPlay sowie Android Auto-kompatibel sind und sich über den acht Zoll-Farb-Touchscreen bedienen lassen.

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