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Opel bringt den Frontera zurück

Der Frontera soll die Brücke zwischen Mokka und Grandland schlagen – als geräumiges SUV elektrisch oder mit 48-Volt-Hybrid-Technologie.

 

Sofort als Opel erkennbar und doch ganz neu: Der künftige Frontera, der die SUV-Palette zwischen Mokka und Grandland ergänzen wird. | Foto: Opel
Sofort als Opel erkennbar und doch ganz neu: Der künftige Frontera, der die SUV-Palette zwischen Mokka und Grandland ergänzen wird. | Foto: Opel
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Gregor Soller

Auch Opel entwickelt sich mehr und mehr Richtung clever und preiswert: Opel-CEO Florian Huettl verspricht:

„Mit seiner Mischung aus robustem Design, viel Platz, cleveren Lösungen und hocheffizienten Antrieben wird unser neuer Opel Frontera viele Kunden ansprechen, die mit ihrem Fahrzeug aus der Menge herausstechen wollen. Er ist das perfekte Auto für urbane Ballungszentren sowie deren Umgebung und bietet unseren Kunden ein erholsames, entspannendes Fahrerlebnis.”

Viel Platz innen und viel Dachlast: Der Frontera gibt sich (raum-)nutzwertig und praktisch

Tatsächlich steht der neue Frontera optisch fast so aufrecht-geradlinig da wie sein Namensvetter (den Opel einst als Isuzu-Konstruktion übernahm): Aufrecht gestaltete Proportionen sollen laut Opel eine “ebenso funktionale wie geräumige Kabine” bieten, womit der Frontera das Gegenteil von Astra und Corsa wäre, beide eher der Raumeffizienz unverdächtig. Die Basis bildet übrigens die CMP-Smart-Car Plattform, auf der auch der neue Citroën ë-C3 steht.

Sie ist bewährt und preisgünstig und wurde von Opel einfach mal massiv gestreckt. Richtung Mittelklasse-SUV, heißt: Mit aufgestellten Rücksitzen finden mehr als 460 Liter an Gepäck im Kofferraum Platz. Werden die Sitze umgeklappt, erhöht sich das Volumen auf bis zu 1.600 Liter. Die Rückbank ist leider nur im Verhältnis 60:40 umlegbar, - hier wäre 40:20:40 noch einfacher (aber auch teurer) gewesen. Immerhin ist ein zweiter Ladeboden Serie. Die optionale Dachreling packt mehr als 200 Kilogramm an Dachlast und damit auch ein Zelt, womit man die Freizeittauglichkeit erweitert.

Mit dem Frontera führt Opel auch den neuen Blitz als Logo ein, der hier im Zentrum des Vizor-Markengesichts sitzt. Auf die “Bügelfalte” auf der Haube verzichtete man, stattdessen zitiert man diese mit einer Kante unter dem Logo. In Sachen Scheinwerfer bietet man hier Eco-LEDs an. Mit automatischem Fernlicht. Drei „Lichtblöcke“ werden durch Einsätze in Karosseriefarbe unterteilt. In der Seitenansicht soll die markante C-Säule für eine visuelle Aufteilung der Kabine sorgen.

Auch innen reduziert Opel den Aufwand: Das Pure Panel-Cockpit mit zwei 10-Zoll-Displays und Multimedia-Infotainment passt zum elegant gestalteten neuen Lenkrad. Die klare, auf das Wesentliche fokussierte nutzerfreundliche Oberfläche soll “jegliche Art von digitalem Stress” fernhalten. In der Basis gibt das Smartphone das Infotainment an der Smartphone-Station: Sobald die Station per App verbunden ist, wird das eigene Smartphone zur Bedieneinheit für das Infotainment des Frontera, die sich dann auch per Lenkradtasten steuern lässt.

Clevere Sitze aus dem Radsport – warum kam da noch niemand drauf?

Eine der größten Überraschungen waren für uns die Sitze mit abfallendem Mittelkeil: Eine spezielle mittig in der Sitzfläche von Fahrer und Beifahrer verlaufende Vertiefung verringert den Druck auf das Steißbein. So sorgt das patentierte Intelli-Seat-Feature für entspannten Fahrkomfort auch bei langen Touren auf der Autobahn. Dazu kommen schicke kontrastierende Nähte und optional sind die Sitzbezüge aus vollständig recyceltem und damit nachhaltigem Material erhältlich.

Viele praktische Ablagen, teils neu gedacht

Dazu kommen vier Smartphone-Charger plus Ladematte wireless vorn und größere Geräte wie Tablets, die normalerweise nur schwer Platz haben, können sicher in der Mittelkonsole aufbewahrt werden. Auch hier wieder eine clevere aber nicht teure Idee: Ein flexibles Band hält soll sie verlässlich an Ort und Stelle halten. Gedanken machte sich Opel auch zum Verstauen anderer Gegenstände: Zusätzliche offene Ablage- und Verstaumöglichkeiten mit Gummioberfläche sollen Dinge des täglichen Bedarfs rutschsicher und ohne während der Fahrt zu klappern aufnehmen. Passagiere in der zweiten Reihe können die in den Rückenlehnen der Sitze von Fahrer und Beifahrer integrierten Smartphone-Taschen zur Aufbewahrung nutzen.

Fahrwerk: Eher knackig!

Die Kunden können zwischen einer vollelektrischen Variante und hocheffizienten Antrieben mit 48-Volt-Hybrid-Technologie wählen. Beim Fahrwerk ging es den Abstimmenden um “die optimale Karosseriekontrolle und das Opel-typische Fahrverhalten” – auch bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Heißt: Der Frontera dürfte eher knackig bis hart gefedert und gedämpft sein und zu den fahraktiven (Kompakt-)-SUV gehören.

Allrad ist erstmal nicht vorgesehen und bei den Preisen können wir nur schätzen – vermuten aber, das die Verbrenner bei rund 25.000 Euro, die Stromer noch unter 30.000 Euro starten werden. Damit könnte der Frontera viele neue Kunden gewinnen – die Wert auf bezahlbare Praktikabilität und knackige Optik legen.

Was bedeutet das?

Opel erfindet und positioniert den Frontera neu: Als raumnutzendes Kompakt-SUV, das aus seiner Basis das Maximum rausholt und mit cleveren Lösungen und moderaten Preisen ein sehr gut verkäufliches Auto werden könnte. Gebaut werden wird er wahrscheinlich mit seinem Plattformbruder in der Slowakei.

 

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