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ONO E-Cargobike muss sich im Alltag bewähren

Das Lastenrad-Start-up setzt vor dem für 2020 geplanten Start in die Serie sein schweres Cargobike der Lieferpraxis bei Hermes und Liefery in Berlin aus.

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Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Der Berliner Mobilitätsdienstleister ONO hat die nächste Hürde auf dem Weg Richtung Serienfertigung genommen: Im Rahmen zweier Pilotprojekte mit Hermes und Liefery geht die zweite Generation des “Pedal Assisted Transporter” genannten E-Lastenrads in den Echteinsatz in Berlin Kreuzberg und Prenzlauer Berg. Das wetterfeste Bike wurde mit Fokus auf die Paketbranche und innerstädtische Logistik entwickelt. Es verfügt in neuesten Version über zwei Elektromotoren und kann ohne Führerschein gefahren werden. Das Ladevolumen beträgt mehr als zwei Kubikmeter. Damit soll ein Bike mit vier Ladungen der tauschbaren Containereinheiten das Ladevolumen eines gängigen Zustell-Transporters erreichen. Über das Transportmittel hinaus will der Anbieter in Verbindung mit Mikrodepots, so genannten City-Hubs, im Stadtgebiet den Zustellprozess nachhaltiger gestalten und das LKW-Aufkommen im urbanen Raum senken.

Serienproduktion ist für 2020 geplant

Bei den Pilotprojekten mit Hermes und Liefery gehe es darum, die Machbarkeit einer Umstellung von konventionellen Lieferfahrzeugen für die Logistikindustrie zu demonstrieren, so der ambitionierte Anbieter. Gemessen werden unter anderem der Ersetzungsgrad und die Belastbarkeit im Regelbetrieb. Mit den gewonnenen Erkenntnissen will der Hersteller im Frühjahr 2020 in die Serienproduktion einsteigen.

„Wir freuen uns, mit dem realen Einsatz unseres E-Cargo-Bikes den Beweis anzutreten, dass Lastenräder eine effiziente Alternative zu den gängigen Transportlösungen sind und dass speziell unsere ONO die Bedürfnisse im Bereich städtischer Logistik am besten bedient”, meint Mitgründer und Geschäftsführer Beres Seelbach.

Mehr als KEP: Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten

Der Start der Pilotprojekte soll für den Anbieter zudem eine Erweiterung der angepeilten Zielgruppen einläuten. Nachdem sich das Unternehmen zunächst ausschließlich auf die KEP-Branche (Kurier-, Express-, Paketdienste) fokussierte, adressiere man nun City-Logistik als Ganzes, heißt es. Möglich werden soll das durch die Kombination aus der fixen Fahrzeugbasis und modularen, aber standardisierten Containern. Diese ließen sich nicht nur leicht wechseln, sondern auch variabel modifizieren. Neben der Paketauslieferung soll der Transport aller Waren, Güter und Gegenstände möglich - von Essen und Blumen bis hin zu Möbeln, Sperrgut oder Abfällen - möglich werden, so die Vision des Anbieters.

Städte weltweit stehen vor der Herausforderung, Emissionen trotz steigender Einwohnerzahlen zu senken. Wir stehen am Beginn und es zeigt sich bereits jetzt ein enormes Skalierungspotential", meint Josef Schulze Sutthoff von der Innovations & Beteiligungsgesellschaft Wolfsburg zum Praxisstart des Unternehmens.

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