On-Demand-Service: Wupsi shuttelt mit London-Cabs in Leverkusen

Bessere Anbindung von Stadt und Land – nach der Förderzusage des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr kann das Regionalverkehrsunternehmen wupsi noch in diesem Jahr den ÖPNV in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis flankieren - mit LEVC-TX-Modellen.

Im Dezember soll der Startschuss für das neue On-Demand-Angebot der wupsi fallen – Fotos der eingesetzten elektrischen London-Taxis des Modells LEVC TX Shuttle gibt es noch nicht, auch der Name des neuen Dienstes ist noch nicht bekannt. (Foto: LEVC)
Im Dezember soll der Startschuss für das neue On-Demand-Angebot der wupsi fallen – Fotos der eingesetzten elektrischen London-Taxis des Modells LEVC TX Shuttle gibt es noch nicht, auch der Name des neuen Dienstes ist noch nicht bekannt. (Foto: LEVC)
Johannes Reichel
von Martina Weyh

Ab Dezember 2022 wird das Verkehrsunternehmen wupsi in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis erstmals On-Demand-Verkehre einführen, um den öffentlichen Nahverkehr in den ländlichen Bezirken zu ergänzen. Die wupsi hat sich für den Einsatz von London-Taxis des Modells LEVC TX Shuttle entschieden, die elektrisch betrieben werden. Die laut wupsi barrierefreien Fahrzeuge bieten Platz für sechs Fahrgäste. Für die Nutzung gilt der VRS-Tarif ohne Aufpreis. Ohne festen Fahrplan und ohne feste Route – eingeführt werden soll der neue Service in der Gemeinde Odenthal mit fünf parallel fahrenden TX Shuttles, in den Leverkusener Stadtteilen Opladen, Quettingen, Lützenkirchen und dem ländlichen Bereich von Steinbüchel sollen sieben Fahrzeuge unterwegs sein. Der Zugang erfolgt sowohl über bestehende Bushaltestellen als auch über zusätzliche virtuelle Haltestellen, die maximal 250 m entfernt und fußläufig zu erreichen sind.

„Das On-Demand-System wird eine tolle Ergänzung zu unserem bisherigen Mobilitätsangebot sein und bietet vor allem in den ländlicheren Gebieten eine Möglichkeit, ohne längere Wartezeiten auf den ÖPNV umzusteigen“, freut sich wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski auf das neue Angebot. „Außerdem können wir auch im städtischen Bereich mehr umstiegsfreie Direktverbindungen anbieten.“

Die neuen Kleinbusse sollen den vorhandenen Busverkehr sinnvoll ergänzen, nicht ersetzen. Fährt auf der gewählten Fahrtroute zeitgleich ein Linienbus, wird dieser in der App als Fahrtmöglichkeit vorgeschlagen.

Gemeinsam mit CleverShuttle und ioki

Den Zuschlag für die Durchführung des Betriebes, der im Auftrag der wupsi erfolgt, erhielt nach europaweiter Ausschreibung CleverShuttle, die Software wird von der Deutschen-Bahn-Tochter ioki bereitgestellt.

„Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern können wir innerhalb weniger Monate das ÖPNV-Angebot in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis deutlich verbessern. Dass auch ländlichere Gebiete von dem neuen On-Demand-Verkehr profitieren, ist ein wichtiger Schritt für die Verkehrswende vor Ort.“, sagt Bruno Ginnuth, Co-Gründer und CEO von CleverShuttle.

Förderung durch das Bundesverkehrsministerium

Im Dezember vergangenen Jahres hatte die wupsi eine Förderung in Höhe von ca. 9,5 Mio. Euro zur Umsetzung ihres Mobilitätsprojekts „Multimodale Mobilität in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis“ vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) erhalten.

Das Förderprogramm „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ des BMDV unterstützt Projekte, die durch ein attraktives Mobilitätsangebot nachhaltig die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich reduzieren. Mehr als 160 Projekte hatten sich bundesweit auf die Fördermittel beworben, das Projekt der wupsi wurde vom BMDV als eines von zwölf Projekten ausgewählt. Neben der Einführung der On-Demand-Verkehre sollen aus den Fördergeldern bis zum Jahr 2024 auch eine Verdichtung des Schnellbus-Netzes und ein Ausbau der wupsiApp finanziert werden.

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