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On-Demand-Pionier CleverShuttle muss in die Insolvenz

Die Deutsche Bahn will als Mehrheitseigner den On-Demand-Vorreiter nicht weiter finanzieren. Gespräche mit potenziellen Neuinvestoren seien bereits im Gange, heißt es.

Erst Ende März ist im nordrhein-westfälischen Meinarzhagen der On-Demand-Dienst BEA gestartet, um dessen operative Umsetzung sich CleverShuttle im Auftrag der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) kümmert – trotz Insolvenzantrag sollen alle von CleverShuttle betriebenen Verkehre bis auf Weiteres weitergeführt werden. (Foto: CleverShuttle)
Erst Ende März ist im nordrhein-westfälischen Meinarzhagen der On-Demand-Dienst BEA gestartet, um dessen operative Umsetzung sich CleverShuttle im Auftrag der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) kümmert – trotz Insolvenzantrag sollen alle von CleverShuttle betriebenen Verkehre bis auf Weiteres weitergeführt werden. (Foto: CleverShuttle)
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Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Die Deutsche Bahn AG, seit 2018 Mehrheitseigner mit zuletzt 86 % der Anteile, zieht sich als Investor der GHT Mobility GmbH (CleverShuttle) zurück. Aufgrund der kurzfristigen Einstellung der Finanzierung musste der On-Demand-Betreiber heute einen Insolvenzantrag stellen. Die operativen Regionalgesellschaften CleverShuttles seien nicht von der Insolvenz betroffen, meldet das Unternehmen, sämtliche betriebenen Verkehre würden bis auf Weiteres weitergeführt.

„Wir befinden uns in einem Markthochlauf. On-Demand-Verkehre sind als Lösung für die Verkehrswende in der Branche und Politik angekommen. Wir haben unsere mit der Deutschen Bahn vereinbarten wirtschaftlichen Ziele erreicht – und sie sogar übertroffen. Umso mehr überrascht die Entscheidung, die Partnerschaft zu beenden“, sagt Bruno Ginnuth, Geschäftsführer und Co.-Gründer von CleverShuttle.

Aktuell betreibt CleverShuttle nach eigenen Angaben 21 On-Demand-Verkehre in mehr als 45 Kommunen. Mit flexiblen Kleinbussen, die ohne festen Fahrplan unterwegs sind, schließt CleverShuttle bestehende Lücken im Nahverkehr, besonders im ländlichen Raum. nach eigener Aussage entschied das Berliner Start-up im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte aller Ausschreibungen zu Linienbedarfsverkehren für sich. Nach der Entscheidung der Deutschen Bahn, sich aus dem Unternehmen zurückzuziehen, steht jetzt die Sicherung der Arbeitsplätze und die Fortführung der Verkehre im Fokus:

„Wir planen, die Arbeitsplätze zu sichern und unsere Verkehre weiterzuführen. Mit profitablen Regionalgesellschaften, neun Jahren Erfahrung im Betrieb von On-Demand-Verkehren, hoher Software-Expertise und hervorragenden Beziehungen zu unseren Kunden blicken wir trotz dieser Nachricht optimistisch in die Zukunft. Erste Gespräche mit möglichen Investoren laufen bereits“, sagt Ginnuth.

Über CleverShuttle

CleverShuttle ist einer der führenden Betreiber von On-Demand-Ridepooling in Deutschland. Als Partner des öffentlichen Nahverkehrs unterstützt das Tech-Verkehrsunternehmen Landkreise und Verkehrsunternehmen dabei, emissionsfreie On-Demand-Verkehre effizient auf die Straße zu bringen. Aktuell betreibt CleverShuttle On-Demand-Verkehre an mehr als 19 Standorten deutschlandweit und beschäftigt mehr als 800 Mitarbeitende. Das Unternehmen gliedert sich in die GHT Mobility GmbH und fünf Regionalgesellschaften: CleverShuttle Südwest GmbH, CleverShuttle Südost GmbH, CleverShuttle Ost GmbH, CleverShuttle West GmbH und CleverShuttle Nordwest GmbH.

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