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Österreichische Post: Emissionsfrei durch Innsbruck

Hohe Ziele in Österreich: Die Post will noch dieses Jahr in ganz Innsbruck emissionsfrei zustellen - bis 2030 sogar landesweit. Dafür setzt man auf den Ausbau der E-Flotte, neue Ladestationen und Photovoltaik.

Peter Umundum, Vorstandsdirektor für Paket und Logistik, Österreichische Post AG, mit zwei der insgesamt 130 Zusteller*innen in Innsbruck, die bis Ende des Jahres komplett CO2-frei unterwegs sein werden. (Bilder: Österreichische Post AG)
Peter Umundum, Vorstandsdirektor für Paket und Logistik, Österreichische Post AG, mit zwei der insgesamt 130 Zusteller*innen in Innsbruck, die bis Ende des Jahres komplett CO2-frei unterwegs sein werden. (Bilder: Österreichische Post AG)
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Redaktion (allg.)
von Nadine Bradl

Die Österreichische Post hat bereits über 3.000 E-Fahrzeuge in Betrieb und will bis 2030 landesweit vollständig CO2-frei zustellen, teilt der KEP-Dienstleister mit. Einen ersten großen Schritt setzt die Post nun nach eigenen Angaben in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck um, wo sie ihre Zustellflotte noch heuer vollständig auf E-Mobilität umstellen wird.

„In Innsbruck legen wir mit der Umrüstung auf E-Mobilität einen wichtigen Grundstein für die CO2-freie Zustellung in Tirol. Wir schaffen nicht nur 70 zusätzliche E-Fahrzeuge an, sondern bauen auch die Ladeinfrastruktur und die Photovoltaikanlagen an unseren Logistikstandorten aus. Insgesamt investiert die Post rund 3,3 Millionen Euro, um noch dieses Jahr alle Sendungen – Briefe, Werbepost, Pakete – in Innsbruck emissionsfrei zuzustellen“, sagt Peter Umundum, Vorstandsdirektor für Paket & Logistik, Österreichische Post AG.

„Ich freue mich sehr, dass Innsbruck eine der ersten Städte Österreichs ist, in der die Post emissionsfrei zustellen wird. Die Klimakatastrophe, die Städte in den Alpen besonders hart trifft, verlangt jetzt Taten von uns – die Post geht hier mit gutem Beispiel voran“, so Uschi Schwarzl, Innsbrucker Stadträtin für Umwelt, Energie und Mobilität.

60 Ladestationen - 70 neue E-Fahrzeuge
Die Post hat nun mit den Arbeiten zur Umrüstung begonnen: In insgesamt vier Zustellbasen – drei in Innsbruck eine in Vomp – werden in den nächsten Monaten über 60 Ladestationen für die E-Flotte installiert. 70 neue E-Fahrzeuge werden heuer nur für die Zustellung in Innsbruck angeschafft, womit bis zum Jahresende knapp 100 E-Fahrzeuge im Einsatz sein werden.
 
Die Zustellung von Briefen, Werbesendungen und Printmedien erfolgt über drei Zustellbasen in Innsbruck selbst, die Paketzustellung aus dem Logistikzentrum Tirol in Vomp. Täglich werden dann im Endausbau rund 130 Zusteller CO2-frei zustellen, und zwar zu Fuß, mit E-Bikes, E-Mopeds oder E-Transportern.

Strom aus Photovoltaik

Mit über 3.000 E-Fahrzeugen, darunter etwa 1.200 E-Bikes, E-Lastenräder, E-Mopeds und E-Trikes sowie fast 1.900 E-Transportern, betreibt die Österreichische Post nach eigenen Angaben bereits heute die größte E-Flotte des Landes. Bis 2030 werde sie damit in ganz Österreich alle Pakete, Briefe, Printmedien und Werbesendungen emissionsfrei zustellen. Schon seit Februar 2022 werden nur noch E-Fahrzeuge für die Zustellung angeschafft, jährlich sollen nun rund 1.000 weitere E-Fahrzeuge folgen.
 
Den erforderlichen Strom erzeugt die Post zum Teil bereits selbst: Österreichweit wurden 13 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 4,3 Megawatt peak (MWp) errichtet. Weitere 4,5 MWp befinden sich in Realisierung und der Ausbau von weiteren 9 MWp ist bereits vorgesehen. Dazu zählt auch die Photovoltaikanlage des Logistikzentrums Tirol, die derzeit von bestehenden 500 Kilowatt peak (kWp) auf fast 2,3 MWp erweitert wird. Zugekauft werde nur grüner Strom aus Österreich.

Neues Leben für alte Batterien
 
Die E-Fahrzeuge der Post hätten sich seit 2011 nicht nur im täglichen Einsatz bewährt, sondern seien auch ideal für den Start-Stopp-Betrieb. Der Lebenszyklus eines E-Fahrzeugs sei für die Post bereits heute günstiger als der Einsatz eines gleichwertigen Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor, zudem würden sie einen deutlich geringeren Verschleiß und niedrigere Energiekosten aufweisen. Die Post betrachtet den gesamten Lebenszyklus der E-Fahrzeuge und deren Batterien, dazu setzt sie auf ein softwaregestütztes Batterie-Monitoring inklusive Verschleißprognose. Mit dem Fokus auf die Second-Life-Nutzung von gebrauchten Fahrzeugbatterien nach Upgrade, Reparatur oder Recycling können diese auch als stationäre Energiespeicher eingesetzt werden.

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