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Österreichische Post: Elektrische Zustellung in Innsbruck

Der KEP-Zusteller liefer auf der letzten Meile in Innsbruck nun emissionsfrei mit 145 Elektro-Fahrzeugen. Dafür wurden rund vier Millionen Euro investiert.
 

Sorgen für ein grünes Innsbruck (v.l.): Peter Umundum, Vorstandsdirektor für Paket & Logistik, Österreichische Post AG, die Zusteller*innen Paula Lopez Sanchez, Elisabeth Antmann und Matthias Gärtner, alle Österreichische Post AG, mit Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung, Informationstechnologie und Telekommunikation. Foto: Österreichische Post AG
Sorgen für ein grünes Innsbruck (v.l.): Peter Umundum, Vorstandsdirektor für Paket & Logistik, Österreichische Post AG, die Zusteller*innen Paula Lopez Sanchez, Elisabeth Antmann und Matthias Gärtner, alle Österreichische Post AG, mit Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung, Informationstechnologie und Telekommunikation. Foto: Österreichische Post AG
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Johannes Reichel
von Daniela Sawary-Kohnen

Vor einem Jahr hatte die Österreichische Post die emissionsfreie Zustellung in Innsbruck bereits angekündigt. Jetzt ist die Umstellung erfolgt, denn ab sofort sind in Innsbruck 145 E-Fahrzeuge der Post unterwegs. Pakete, Briefe, Printmedien und Werbesendungen werden damit auf der letzten Meile emissionsfrei zugestellt. Für den Betrieb der E-Fahrzeuge wird laut der Post Grünstrom aus Österreich genutzt. Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Tursky:

„Mit der sogenannten Twin Transition gehen wir gleich zwei wichtige Veränderungen gemeinsam an, nämlich den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und gleichzeitig den Übergang in eine digitale Gesellschaft. Es ist wichtig, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und damit innovative Lösungen zu finden, um so fit für die Zukunft zu sein. Mit den 145 E-Fahrzeugen und 126 Ladestationen in Innsbruck, die mit grünem Strom versorgt werden, setzt die Post einen entscheidenden Schritt in eine digitale und nachhaltige Zukunft.“

Die Paketzustellung erfolgt direkt vom Logistikzentrum Tirol in Vomp aus. Briefe, Printmedien und Werbesendungen werden dann von drei Zustellbasen im Innsbrucker Stadtgebiet zugestellt. Insgesamt hat die Post 126 Ladestationen errichtet und 145 E-Fahrzeuge in Betrieb genommen. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Peter Umundum, Vorstandsdirektor für Paket & Logistik, Österreichische Post AG:

„Wir haben unser Nachhaltigkeitsversprechen gehalten und starten jetzt die grüne Zustellung in Innsbruck! Egal ob Online-Bestellung, Behördenbrief oder Flugblatt mit wichtigen Angeboten, unsere E-Flotte sorgt in jedem Fall für eine CO2-freie Zustellung. Pro Jahr werden wir in Innsbruck nun rund eine Million Kilometer rein elektrisch zurücklegen und dadurch fast 100.000 Liter Diesel einsparen.“

Testbetrieb von Allradfahrzeugen
In den zu Innsbruck zählenden Katastralgemeinden Hötting und Hungerburg werden zudem für die ganzjährige Zustellung zwei Allradfahrzeuge benötigt, hieß es von der Österreichischen Post. Da es derzeit noch keine elektrisch betriebenen Nutzfahrzeuge mit Allradantrieb am Markt gebe, betanke man diese zwei Zustellfahrzeuge erstmals mit Hydrotreated Vegetable Oils (HVO).

Dabei handelt es sich um einen erneuerbaren Treibstoff, der aus Abfällen, Fetten, pflanzlichen Reststoffen und Pflanzenölen hergestellt werden kann. Im Vergleich zu fossilem Diesel können nach Hersteller*innenangaben über den Produktlebenszyklus bis zu 90 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Die beiden Fahrzeuge seien durch angebrachte Aufkleber als Träger der Brückentechnologie erkennbar.

Die Post rechnet damit, dass Ende des Jahres die ersten E-Allrad-Nutzfahrzeuge zur Verfügung stehen und dann auch die letzten zwei Verbrennerfahrzeuge in Innsbruck ausgemustert werden können.
 

Flotte von über 4.000 E-Fahrzeugen
Mit der Umsetzung des „Grünen Innsbruck“ habe man bereits das 4.000stes E-Fahrzeug in Betrieb genommen, hieß es. Seit Frühjahr 2022 schaffe man in der Zustellung nur noch E-Fahrzeuge an und jedes Jahr kämen etwa 1.000 Neue dazu.

Insgesamt besteht die österreichweite E-Flotte aus 1.052 E-Bikes, E-Lastenräder, E-Mopeds und E-Trikes sowie 2.970 E-Transporter. Bis 2030 will die Post ihre gesamte Zustellflotte von 10.000 Fahrzeugen auf Elektroantrieb umstellen und alle Sendungen emissionsfrei zustellen.
 
Den dafür erforderlichen Strom produziert der Kep-Zusteller zum Teil bereits selbst, denn österreichweit wurden 27 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund neun Megawatt peak (MWp) errichtet. Dazu zählt auch die Photovoltaikanlage des Logistikzentrums Tirol, die eine Leistung von rund 2,3 MWp aufweist. Der österreichweite Ausbau von weiteren elf MWp sei bereits vorgesehen und zugekauft werde nur Grünstrom aus Österreich, erklärte die Österreichische Post.

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