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Österreich stellt umfassenden Klimaplan auf

Unter dem Motto „Mission 2030“ hat die Die österreichische Bundesregierung ein 60-seitiges Papier zur Klima- und Energiestrategie vorgelegt, dass auch Elektromobilität als Baustein beinhaltet.

In Österreich spielen Tourismus und (Lkw-) Transit eine große Rolle. | Foto: Unsplash/Tako van Midwoud
In Österreich spielen Tourismus und (Lkw-) Transit eine große Rolle. | Foto: Unsplash/Tako van Midwoud
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Gregor Soller

Die Alpenrepublik als Transitland bekennt sich in ihrer Mission 2030 zur Elektromobilität, wobei hier auch ÖPNV, Bahn, Lkw und Pkw einbezogen werden sollen. Bis 2030 soll der Elektrifizierungsgrad der ÖBB-Strecken auf 85 % steigen. Dafür müssen aber Stand heute im Schnitt jährlich rund 50 Kilometer an bestehenden Bahnstrecken elektrifiziert werden, bei Privatbahnen jährlich 20 km. Bis 2030 soll auch der Anteil an E-Bussen und E-Nutzfahrzeugen signifikant gesteigert werden. Die Mobilitätskonzepte von Städten, Gemeinden und Regionen sowie Unternehmen werden mit den E-Mobilitätskonzepten angepasst

Laut dem Papier beträgt der Anteil von E-Fahrzeugen bei den PKW-Neuzulassungen aktuell 2,25 Prozent, im PKW-Gesamtbestand machen Stromer derzeit 0,39 Prozent aus.

Ein neues E-Mobilitätsmanagement soll helfen, viele CO2-neutrale bis hin zu emissionsfreien Mobilitätslösungen und Mobilitätsservices umzusetzen, wobei das Papier hier viele Möglichkeiten nennt: darunter E-Carsharing, E-Taxi-systeme, bedarfsorientierte E-Mobilitätservices, elektrische Bedarfsbusangebote, E-Bikeverleihsysteme, E-Zustellservices oder Logistik. Mit diesem Maßnahmenbündel soll neuen E-Mobilitätsservices zum Durchbruch verholfen werden. Insbesondere sollen die Akteure im Verkehrsbereich (Städte, Gemeinden, Regionen, Tourismus, Unternehmen, Flottenbetreiber, Mobilitätsanbieter, Logistiker, verbände) durch Anreize und Mobilitätmanagement zur Einführung von E-Mobilität motiviert sowie bei der Transformation und Umsetzung der E-Mobilität mit Anreizen und Förderinstrumenten unterstützt werden. Angekündigt wird außerdem auch eine Anpassung des Wohnrechts, um Ladestationen in Mehrparteienhäusern zu erleichtern.

„Mission 2030“ soll den Weg zur Erreichung der von der EU propagierten Klimaziele für 2030 ebnen. Für Österreich bedeutet dies eine CO2-Emissionsreduktion von 36 Prozent gegenüber 2005. Gerade einmal 8 Prozent sind bisher geschafft. In diesem Zusammenhang strebt man auch einen Ausstieg aus fossilen Energien an.

Was bedeutet das?

Auch Österreich möchte stärker elektrifizieren als bisher und setzt sich für 2030 teils ambitionierte Ziele. Bisher hielt man sich mit offiziellen Ankündigungen eher zurück – jetzt liegen zumindest einmal Zahlen und Ziele auf dem Tisch.

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