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Nobe 100 kann jetzt bestellt werden

Bereits auf dem Genfer Salon hat Nobe-Gründer Roman Muljar erste einzelne Modelle verkauft, jetzt startet der offizielle Verkauf.

Bereits in Genf wurden erste Modelle verkauft. Der Koffer von dem Gründer Muljar ist übrigens der Akku für den Range-Extender. | Foto: G. Soller
Bereits in Genf wurden erste Modelle verkauft. Der Koffer von dem Gründer Muljar ist übrigens der Akku für den Range-Extender. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Die Prototypen stehen, die ersten Exemplare sind an Fans abgesetzt, jetzt sammelt Nobe mit einer  Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo Geld für die Serienfertigung – und bietet die ersten zehn Exemplare zu einem Sonderpreis an, der allerdings relativ zu sehen ist: Denn 25.800 Euro brutto (knapp 21.700 Euro netto) sind viel Geld für den optisch gelungenen Winzling, der aber zu den nachhaltigsten Fahrzeugen überhaupt gehören soll. Und das geht laut Muljar, indem man das Gewicht dank leichter Akkus auf 600 Kilogramm beschränkt und das Auto vollständig recycelbar entwickelt hat. 100.000 Dollar wollen die Esten einsammeln, um die Produktion starten zu können – der Mindestbetrag liegt bei erschwinglichen 20 Dollar. Weiterer Anreiz: Die Namen der Anleger sollen auf dem ersten Nobe 100 verewigt werden.

Geplant sind zwei Versionen: Der Nobe 100 leistet 54 kW und hat einen 21-kWh-Akku für bis zu 210 km Reichweite. Er soll 31.000 Euro brutto (26.050 Euro netto) kosten. 40.000 Euro (knapp 33.620 Euro) kostet der 100 GT leistet Der 72 kW und hat einen 25-kWh-Akku für bis zu 260 Kilometer Reichweite. Das Schiebedach ist Serie. Eine coole Idee ist der „Range-Extender“, den Muljar auch in Genf dabei hatte: Der Zusatzakku passt in einen kleinen, aber nicht ganz leichten Koffer, den Muljar in Genf demonstrativ vor das Auto gestellt hat. In ihm befinden sich weitere 50 Kilometer Reichweite.  

Die Fahrleistungen entsprechen teils der sportlichen Optik: Dank wenig Gewicht sollen 100 km/h in 5,9 Sekunden erreicht sein und das Topspeed wird bei 110 respektive 130 km/h abgeregelt. Die Drehmomentangaben entsprechen dann eher Lkw-Werten: Für den 100 nennt Nobe 825, für den GT gleich 1050 Newtonmeter!

Das Laden soll rund zwei Stunden dauern, hier gibt es aber noch keine exakten Angaben, außer dass man dafür 11 KW – mit 7,2 kW dürften es eher drei bis vier Stunden werden. Zur Retro-Optik packt Muljar noch Allradantrieb ( Der Nobe 100 ist tatsächlich das erste dreirädrige Serienmodell mit Allradantrieb) und Nachhaltigkeit.

Was bedeutet das?

Der Nobe punktet vor allem durch den „Haben-Wollen“-Effekt und bringt ein paar erfrischende Ansätze mit. Man darf gespannt sein, ob diese sehr ungewöhnliche Nische funktioniert und Estland so zum Autoherstellerland wird.

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