Nissan und Infinity lassen autonom lenken

Der Qashqai soll Stop-and-Go-Verkehr halbautonom bewältigen und Infinity testet einen Q50-Prototypen im Tokioter Straßenverkehr.

Infinity hat den Tokioter Stadtverkehr mit einem autonomen Q50 durchquert. | Foto: Nissan
Infinity hat den Tokioter Stadtverkehr mit einem autonomen Q50 durchquert. | Foto: Nissan
Gregor Soller

Auch Nissan erhöht die Aktivitäten beim autonomen Fahren. Der Qashqai kann seit der Modellpflege 2017 den Abstand zu vorausfahrenden Verkehrsteilnehmern halten und mit sanften aktiven Lenkimpulsen auch in der Spur bleiben. Auch die zweite Generation des Nissan Leaf kann mit dem Pro Pilot der ersten Stufe bei Bedarf teilautomatisiert einspurige Autobahnen meistern. Die Technik soll ab 2018 auch für die Modelle Rogue und Serena (für den US-Markt) sowie Qashqai und X-Trail verfügbar sein. 

Die nächste Stufe ist dann das System namens „Single Lane Control“, das zeit- und streckenweise die Steuerung des Autos übernehmen kann. Vor allem dann, wenn es anstrengend wird – zum Beispiel in Staus und zähfließendem Verkehr. Ein erstes Modell damit will Nissan noch dieses Jahr in Japan auf den Markt bringen. Ab 2020 soll es Modelle geben, die selbstständig Kreuzungen überqueren sowie innerstädtischen Verkehr bewältigen können.

Dazu testet die Nissan-Tochter Infinity mit einem Q50-Versuchsträger autonomes Fahren im Stadtverkehr von Tokio. Der verfügt über zwölf Sonare, zwölf Kameras, neun Millimeterwellen-Radars, sechs Laserscanner und hochauflösendes Kartenmaterial. Mit diesem Technikarsenal analysiert das System komplexe Szenarien in Echtzeit, wertet sie aus und steuert das Auto entsprechend.  Das Ergebnis soll laut Nissan ein „menschenähnliches“ Fahrgefühl sein, das Insassen die nötige Sicherheit gibt.

Was bedeutet das?

Auch Nissan entwickelt das autonome Fahren schrittweise und sinnvoll weiter. Eine Serieneinführung bis 2020 ist damit auch keine Utopie mehr.

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