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Nissan startet autonom fahrenden Mobilitätsdienst in Japan

Die Testphase beginnt zum neuen Geschäftsjahr von Nissan ab 1. April 2024, der Serienstart soll bis zum Geschäftsjahr 2027 erfolgen.

Technisch vollgepackt mit umfassender Sensortechnologie sind teilautonome Fahrzeuge von Nissan bereits zu Testzwecken Yokohama unterwegs. (Foto: Nissan)
Technisch vollgepackt mit umfassender Sensortechnologie sind teilautonome Fahrzeuge von Nissan bereits zu Testzwecken Yokohama unterwegs. (Foto: Nissan)
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Claus Bünnagel

Nissan will bis zum Geschäftsjahr 2027 (1. April 2027 bis 31. März 2028) seine selbst entwickelten, autonom fahrenden Mobilitätsdienste in Japan kommerzialisieren – als Teil seiner langfristigen Vision „Nissan Ambition 2030“. Bereits seit 2017 testet der japanische Automobilhersteller verschiedene Geschäftsmodelle für Mobilitätsdienstleistungen – in Heimatland u.a. in einem Stadtteil von Yokohama und in der Stadt Namie in der Präfektur Fukushima, wo bereits 2021 der bemannte Mobilitätsdienst Namie Smart Mobility seinen Betrieb aufnahm. Außerhalb des asiatischen Landes hat Nissan mit Unterstützung der britischen Regierung autonome Mobilität u.a. in London getestet.

Autonomielevel schrittweise erhöhen

Basierend auf diesen Erfahrungen, will Nissan ab dem Geschäftsjahr 2027 in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern wie lokalen Behörden und Verkehrsbetrieben autonom fahrende Mobilitätsdienste der SAE-Stufe-4 anbieten. Schon im kommenden Geschäftsjahr, das am 1. April 2024 beginnt, starten erste Pilotversuche in Yokohama: Nissan wird im Zuge der Tests das Autonomielevel schrittweise erhöhen und dessen Akzeptanz von Kunden bewerten lassen, um künftig fahrerlose Dienstleistungen anbieten zu können.

Der Zeitplan

  • Geschäftsjahr 2024: Pilotversuche im Stadtteil Minato Mirai in Yokohama mit einem autonom fahrenden Fahrzeug auf der Basis des Minivans Serena
  • Geschäftsjahre 2025 bis 2026: Demonstrationstests im Raum Yokohama – einschließlich Minato Mirai, Sakuragi-cho und Kannai – mit insgesamt 20 Fahrzeugen und einem Fahrer an Bord
  • Geschäftsjahr 2027: Start des Dienstes in drei bis vier Gemeinden – einschließlich ländlicher Gebiete – mit mehreren Dutzend Fahrzeugen. Dazu laufen bereits Gespräche mit verschiedenen Gemeinden

Die Initiative wird laut Nissan in enger Zusammenarbeit mit den japanischen Ministerien für Wirtschaft, Handel und Industrie sowie für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus und weiteren Behörden vorangetrieben. Die Ministerien fördern auch Initiativen zur Realisierung neuer autonomer Mobilitätsdienste in dem von ihnen organisierten „Level 4 Mobility Acceleration Committee“.

Was bedeutet das?

Der demografische Wandel und der damit einhergehende Fahrermangel stellen Kommunen vor immer größere Herausforderungen. Um freie Mobilität zu ermöglichen, wird eine breite Palette neuer Dienstleistungen nötig – und vor allem autonomes Fahren. Der Fahrplan von Nissan ist allerdings ambitioniert, denn bekanntlich ist die technische Umsetzung der SAE-Stufen 1 bis 3 bis heute noch nicht abgeschlossen. Und der große Schritt muss erst noch folgen. Denn „echtes“ autonomes Fahren erfolgt nur in den Leveln 4 und 5, da sind sich die Experten einig – und bis dahin könnte es noch ein langer, womöglich jahrzehntelanger Weg sein.

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