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Nissan Leaf e+ im nextmove-Test: Weiter kein Typ für die Langstrecke

Auch mit dem neuen 62-kWh-Akku leidet der Elektroauto-Vorreiter unter dem Manko der nicht gekühlten Batterien, wie der Elektroautovermieter nextmove bei einem 1.000-Kilometer-Test ermittelt haben will. Darunter leidet die Schnellladefähigkeit.

Lange Leitung: Der Nissan Leaf II baut in der Langstreckenpraxis offenbar schnell an DC-Ladefähigkeit ab und ist so nur mäßig reisetauglich. | Foto: nextmove
Lange Leitung: Der Nissan Leaf II baut in der Langstreckenpraxis offenbar schnell an DC-Ladefähigkeit ab und ist so nur mäßig reisetauglich. | Foto: nextmove
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Johannes Reichel

Auch mit dem neuen 62kWh-Akku mausert sich der Nissan Leaf II e+ nicht zum Langstreckenfahrzeug. Das zumindest legt ein 1.000-Kilometertest des Elektroautovermieters nextmove nahe, bei dem der Kompakt-Stromer nur bei der ersten Ladepause seine volle Schnellladefähigkeit von bis zu 50 kW unter Beweis stellen konnte. Zurückgeführt wird das auf das Fehlen einer aktiven Batteriekühlung des vergrößerten Speichers des Leaf e+. Damit komme es bei längeren Fahrten oder höheren Außentemperaturen zum sogenannten Rapidgate-Effekt, skizziert der Vermieter. Der Akku werde vom Fahren und Laden immer wärmer und die Schnellladung deutlich gedrosselt. Gefahren wurde ein Test über 1.000 Kilometer an einem Tag.

"Die Autobahnfahrt mit dem Nissan Leaf e+ führte beim Rapidgate-Praxistest rasch zu Batterietemperaturen jenseits der 50 Grad. Die Ladeleistung bei den Ladestopps Nummer zwei bis fünf lag jeweils im Bereich von 20 Kilowatt. Damit beträgt die Ladezeit ca. 2 Stunden für 200 km Nachladung", berichtet nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller.

Er bemängelt weiter, dass man trotz der großen Batterie, die Langstreckentauglichkeit suggeriere, auf das von vergleichbaren Autos wie dem Kia e-Niro und dem Hyundai Kona bekannte Thermomanagement verzichte. Damit hätten Käufer des Leaf e+ lediglich einen Komfortvorteil, weil man im täglichen Pendelverkehr nur einmal pro Woche aufladen müsse. Zu Jahresbeginn habe der Hersteller ein Lüfter-System angekündigt, um die Ladeleistung der neuen Generation zu verbessern, so Moeller. Und für Käufer der 40-kWh-Variante habe es zwischenzeitlich auf Nachfrage die Möglichkeit für ein Software-Update gegeben, das aber auch nur geringfügig höhere Ladeleistungen ermöglicht hätte.

„Wer so wie ich, häufiger mehr als 500 Kilometer an einem Tag fahren möchte, für den ist das Auto leider keine Alternative. Eigentlich schade, denn insgesamt ist der Leaf ein tolles Gesamtpaket und bietet jede Menge Fahrspaß“, versichert Stefan Moeller.

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