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Nissan: Leaf bekommt Gesellschaft - auch Juke und Qashqai vollelektrisch

Höchste Zeit, dass der E-Pionier wieder Strom gibt: die Japaner avisieren zwei weitere Elektrofahrzeuge für das britische Werk in Sunderland. Neben Nissan Leaf sollen künftig auch Juke und Qashqai als E-Versionen kommen. Ausbau des „EV36Zero“-Hubs durch dritte Gigafactory und umfassende Investitionen.

Dreibund: Endlich rollen auch die Markenikonen Qashqai und Juke in vollelektrischer Form an, inspiriert von drei Studien. Zeit wurde es, für einen Elektropionier. | Foto: Nissan
Dreibund: Endlich rollen auch die Markenikonen Qashqai und Juke in vollelektrischer Form an, inspiriert von drei Studien. Zeit wurde es, für einen Elektropionier. | Foto: Nissan
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Johannes Reichel

Der japanische Automobilhersteller Nissan will wieder nach vorn fahren in Sachen E-Mobilität und hat jetzt die Fertigung dreier Elektrofahrzeuge im britischen Werk Sunderland angekündigt. Neben den vollelektrischen Versionen der beiden Crossover-Modelle Nissan Juke und Nissan Qashqai läuft auch die dritte Generation des Nissan LEAF im Nordosten Englands vom Band, wo der Hersteller einst den Startschuss für in Großserie produzierte E-Autos gab. Das „EV36Zero“ genannte Kompetenzzentrum wird dafür ausgebaut: Die Gesamtinvestitionen in den Standort belaufen sich auf insgesamt bis zu drei Milliarden Britische Pfund (rund 3,45 Milliarden Euro), wo neben der Fertigung von drei Elektroautos künftig auch drei Gigafactorys beheimatet sind. Diese Bündelung sichere auch die Arbeitsplätze der rund 7.000 Nissan Mitarbeitenden in Großbritannien und weitere 30.000 Stellen in der angeschlossenen Lieferkette. Sowohl die Fahrzeug- als auch die Batterieproduktion nutzen das sogenannte „EV36Zero Microgrid“: Wind- und Solarparks versorgen den Hersteller und die benachbarten Zulieferer mit grünem Strom aus erneuerbaren Energien. In Ergänzung zu seinen bestehenden Wind- und Solarparks baut Nissan hierfür einen neuen 20-MW-Solarpark.

„Spannende Elektrofahrzeuge bilden das Fundament, um den Weg in die CO2-Neutralität zu ebnen. Mit den vollelektrischen Versionen unserer wichtigsten europäischen Modelle sind wir auf dem Weg in eine neue Ära für Nissan, für die Industrie und für unsere Kundinnen und Kunden“, erklärt Makoto Uchida, Präsident und CEO von Nissan.

Man wolle damit auch signalisieren, dass alle neuen Modelle in Europa künftig vollelektrisch unterwegs sind. Bis 2030 will man die Pkw-Palette vollständig auf E-Autos umgestellt haben, im Rahmen der selbstauferlegten „Nissan Ambition 2030.

„Die Investitionen von Nissan sind ein großer Vertrauensbeweis in die britische Automobilindustrie, die bereits jetzt einen enormen Beitrag von jährlich 71 Milliarden Pfund (81,61 Milliarden Euro) zu unserer Wirtschaft leistet. Dieses Projekt sichert zweifellos die Zukunft Sunderlands als das britische Silicon Valley für Innovationen und die Herstellung von Elektrofahrzeugen“, erklärt der britische Premierminister Rishi Sunak.

Drei neue Elektrofahrzeuge

Der Hersteller investiert bis zu 1,12 Milliarden Pfund (1,29 Milliarden Euro) in seine britischen Aktivitäten und eine breitere Lieferkette, um sowohl die Forschung und Entwicklung als auch die Produktion der Elektrofahrzeuge zu stärken. Hiermit werden verbesserte Anlagen und Fertigungsprozesse, die Ausbildung von Fachkräften und die Werkzeugausstattung für Zulieferer finanziell unterstützt. Für die erste Phase waren bereits 423 Millionen Pfund (486,24 Millionen Euro) für das erste Elektroauto avisiert worden.

Endlich auch vollelektrisch kommen soll der Nissan Qashqai, Crossover-Pionier und 2022 das meistverkaufte Auto Großbritanniens. Auch der Nissan Juke als Coupé-Crossover, das sich bereits mehr als eine Million Mal verkauft hat, soll jetzt vollelektrisch kommen. Basismodell der Stromer bleibt der Nissan Leaf, das erste in Großserie gebaute Elektroauto, von dem bisher mehr als eine Viertelmillion Einheiten in Sunderland produziert wurden. Die drei künftigen E-Fahrzeuge sind von drei vollelektrischen Nissan Konzeptmodellen inspiriert, darunter zwei unlängst auf der Japan Mobility Show vorgestellte Studien, dem Hyper Urban Car Concept, dem Hyper Punk Concept sowie das Chill-Out Concept.

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