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Nippon-Allianz für Wasserstoff-Verbrenner im Motorrad

Auch für Motorräder und leichtere Anwendungen will man den Wasserstoffverbrenner entwickeln und auf den Erfahrungen der Fossilverbrenner aufbauen. Vier Motorradhersteller Yamaha, Honda, Kawasaki und Suzuki wollen dafür Grundlagenforschung betreiben.

Bald mit Wasserstoff betrieben: Eine Allianz japanischer Motorradhersteller sieht das Ende des Verbrenners noch nicht gekommen - wenn er mit Wasserstoff betrieben wird. | Foto: Yamaha
Bald mit Wasserstoff betrieben: Eine Allianz japanischer Motorradhersteller sieht das Ende des Verbrenners noch nicht gekommen - wenn er mit Wasserstoff betrieben wird. | Foto: Yamaha
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Johannes Reichel

Die japanischen Motorradhersteller Yamaha, Honda, Kawasaki und Suzuki wollen den Wasserstoffverbrennungsmotor auch in kleineren Fahrzeugen erproben und haben jetzt vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie die Genehmigung erhalten haben, einen technologischen Forschungsverbund mit dem Namen HySE (Hydrogen Small mobility & Engine technology) zu gründen. Dieser soll wasserstoffbetriebene Motoren für die Kleinmobilität entwickeln. Um eine dekarbonisierte Gesellschaft zu verwirklichen, hält man eine mehrgleisige Strategie für erforderlich, um verschiedene Probleme im Mobilitätssektor anzugehen, anstatt sich auf eine einzige Energiequelle zu konzentrieren, äußer die Anbieter verkappte Kritik an der batterieelektrischen Fokussierung. Vor diesem Hintergrund gewinne die Forschung und Entwicklung zur Kommerzialisierung der Mobilität mit wasserstoffbetriebenen Motoren - die als Energiequelle der nächsten Generation gelten - an Dynamik, meinen die Anbieter.

Sie geben allerdings zu, dass die Verwendung von Wasserstoff jedoch mit technischen Herausforderungen verbunden sei, darunter die hohe Flammengeschwindigkeit und der große Zündbereich, die häufig zu einer instabilen Verbrennung führen, sowie die begrenzte Tankkapazität bei der Verwendung in kleinen Fahrzeugen. Die Mitglieder von HySE haben sich verpflichtet, Grundlagenforschung zu betreiben und dabei ihr umfangreiches Fachwissen und ihre Technologien bei der Entwicklung von benzinbetriebenen Motoren zu nutzen. Sie wollen zusammenarbeiten, um einen Konstruktionsstandard für wasserstoffbetriebene Motoren für kleine Fahrzeuge zu schaffen und die Grundlagenforschung in diesem Bereich voranzutreiben. Die Mitglieder wollen ihre Kooperationsbeziehungen weiter vertiefen, um den Nutzern eine Vielzahl von kleinen Mobilitätsoptionen anzubieten und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse zu erfüllen und so zur Verwirklichung einer kohlenstoffarmen Gesellschaft beizutragen.

"Es gibt viele Herausforderungen bei der Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Motoren, aber wir hoffen, dass die Aktivitäten des Verbandes die Grundlagenforschung vorantreiben, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Verwendung von Verbrennungsmotoren zu erhalten, die für die langjährigen Bemühungen unserer Vorgänger stehen", formulierte Kenji Komatsu, nominierter Vorsitzender von HySE und Executive Officer des Technical Research & Development Center, Yamaha Motor Co. Ltd.

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