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Nio: Nun bereits elf Batteriewechselstationen in Deutschland

Weitere Stationen in Schkeuditz, Geiselwind, Aurach, Sulzbach und Kirchlengern sind im Bau.

Auch im hessischen Reiskirchen kann nun innerhalb von knapp fünf Minuten die Batterie eines Nio-Autos getauscht werden. (Foto: Nio)
Auch im hessischen Reiskirchen kann nun innerhalb von knapp fünf Minuten die Batterie eines Nio-Autos getauscht werden. (Foto: Nio)
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Claus Bünnagel

Nio baut das Batterietauschnetz in Deutschland weiter aus. Mit der Eröffnung neuer Power Swap Stations (PSS) in Lehre (Niedersachsen) am 30. Januar, im hessischen Reiskirchen an der A5 am 21. Februar und im brandenburgischen Schipkau an der A13 am 22. Februar 2024 verdichtet der chinesische Automobilhersteller seine Infrastruktur in Deutschland weiter. Damit stehen Fahrern eines Nio hierzulande nun insgesamt elf PSS zur Verfügung.

An der Autobahn

In knapp fünf Minuten können Fahrer an der PSS ihre leere gegen eine geladene Batterie austauschen. Wie alle bisherigen sind auch die neuen Standorte in Hessen und Brandenburg direkt an Autobahnen angebunden. Wer beispielsweise auf der A13 zwischen Berlin und Dresden unterwegs ist, kann bei niedrigem Ladestand die neue PSS in Schipkau ansteuern. Auf der Strecke zwischen Kassel in Nordhessen und Frankfurt am Main können Fahrer die neue PSS in Reiskirchen nutzen.

PSS stellen nun auch Netzstabilität sicher

Die PSS können den Energiebedarf des Netzes seit jeher ausgleichen, da sie lagernde, leere Batterien zu Zeiten aufladen, in denen sich der Ladevorgang am wenigsten auf das Energienetz auswirkt. Dänemark ist seit Dezember 2023 das erste europäische Land, das im Rahmen des Nio Power Grid Services die PSS nutzt. Innerhalb von Sekunden reagieren diese auf eine Frequenzabweichung, die einen Anstieg der Nachfrage oder einen Energieüberschuss markiert. Eine PSS verwendet dann entweder die überschüssige Energie, um die Batterien aufzuladen, oder reduziert ihren Strombedarf automatisch zugunsten der Netzstabilität.

Power Grid Service auch in Deutschland geplant

2024 wird der Nio Power Grid Service in den Niederlanden, später auch in Deutschland, Norwegen und Schweden eine automatische Frequency Restoration Reserve (aFRR) anbieten. Sie soll dazu beitragen, Versorgungsschwankungen auszugleichen, die der steigende Anteil von Wind- und Sonnenenergie verursacht. Durch die Initiative wird nicht nur eine kontinuierliche Stromversorgung für Krankenhäuser, Schulen und Haushalte sichergestellt: Nach einer erfolgreichen europaweiten Ausweitung plant Nio, die Einnahmevorteile für die Anbieter von Netzausgleichsdiensten an die Nutzer weiterzugeben.

Bidirektionales Laden

Im Rahmen des Ausbaus seines innovativen Netzdienstes testet Nio bereits das bidirektionale Laden an seinen Power Swap Stations. Damit könnte die Energie aus lagernden Batterien in das Netz eingespeist werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Tests wird das Unternehmen prüfen, ob und wie die Technologie in Zukunft an den Power Swap Stations eingesetzt werden kann.

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