Next.e.GO Mobile: Produktion ausverkauft

Hersteller vermeldet großes Interesse an dem elektrischen Kleinwagen - und will bald Reservierungen für das 22er-Modelljahr öffnen. App und THG-Quotenhandel gestartet, Modellpflege in Sicht.

Ausverkauft! Der aktuelle Jahrgang ist durchreserviert, vermeldet der offenbar selbst etwas überraschte Aachener Hersteller freudig. | Foto: Next.e.GO
Ausverkauft! Der aktuelle Jahrgang ist durchreserviert, vermeldet der offenbar selbst etwas überraschte Aachener Hersteller freudig. | Foto: Next.e.GO
Johannes Reichel

Der aus der Insolvenz neu gestartete Aachener Hersteller von Elektrokleinwagen Next.e.GO Mobile SE hat nach eigener Darstellung unerwartet hohe Nachfrage nach seinem Modell Life vermeldet. Der Modelljahrgang 2021 sei durchreserviert, man wolle aber zeitnah die Bestelllisten für den Jahrgang '22 öffnen, heißt es aus dem Unternehmen.

"Wir sind natürlich weiterhin hier, um unsere Kunden zu beraten und zu beliefern und planen daher, in Kürze mit einer Reservierungskampagne zu beginnen, um die zusätzliche Nachfrage durch unsere 2022-Produktion, die gegen Ende des Herbstes erwartet wird, zu decken", teilte der Hersteller mit.

Nach dem kompletten Neustart wartete der Hersteller zum Frühjahr mit zahlreichen Neuerungen auf. Unter der neuen Leitung des Ex-Daimler- und Recaro-Managers Martin Klein als CEO führte man allem voran jüngst die Möglichkeit des THG-Quotenhandels ein, den man für die Nutzer*innen des elektrisch angetriebenen Kleinstwagens erschließt, in Kooperation mit dem Anbieter fairenergy sollen bis zu 300 Euro jährlich erlösbar sein.

Mit dem 1.000 Modell startete auch eine App

Zudem ging quasi zeitgleich mit dem 1.000 produzierten Modell eine App an den Start, die Fahrzeugfunktionen und -abfragen aus der Ferne ermöglicht. Zu den ersten verfügbaren Funktionen gehören die Überwachung des Fahrzeug- und Batteriestatus in Echtzeit, Routenplaner, Autofinder, Servicekontakte sowie wichtige Kennzahlen und Statistiken zum Fahrverhalten. Die Konnektivität des Fahrzeugs soll die Grundlage für eine Reihe künftiger Services wie beispielsweise auch einer auf Daten basierender, vorausschauender Wartung des Kleinstromers liefern.

„Wir wollen unseren Kunden ermöglichen, ihren e.GO Life bequem zu kaufen, mühelos zu laden und so einfach wie möglich im Alltag zu nutzen, genauso wie ein Smartphone. Diese einzigartige und vernetzte digitale Nutzererfahrung definiert unsere Innovations- und Digitalisierungsstrategie“, sagte Ali Vezvaei, Vorsitzender des Verwaltungsrats bei Vorstellung der App.

Bereits angekündigt sind zudem weitere Verbesserungen und Varianten des Modells Life. So soll etwa ein größerer 30 kWh-Akku (bisher 21 kWh) die Reichweite wahlweise auf bis zu 200 Kilometer im WLTP City verlängern (bisher 171 km WLTP City) und ein 11-kW-Lader die Ladezeit des 3,35-Meter-Minis deutlich verkürzen (bisher ca. 6 Std. bei 3,7 kW). Das Höchsttempo wird hier auf 125 km/h angehoben (bisher 122 km/h). Zudem soll eine Crossvariante mit Dachträger für mehr Pepp im Programm sorgen, ebenso wie eine Sportversion mit 80 kW statt 57 kW Leistung und 135 km/h Höchsttempo. Zudem hat man eine Präsenz auf der Messe Power2Drive in München (11.-13. Mai) angekündigt.

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