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NewMotion testet V2G-Technik in Amsterdam

NewMotion hat erste Ladestationen installiert, die durch die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) Elektroautos laden und zugleich Elektrizität in das Stromnetz zurückspeisen.

NewMotion beteiligt sich in Amsterdam am V2G-Projekt. | Foto: Unsplash/Robin Benzrihem
NewMotion beteiligt sich in Amsterdam am V2G-Projekt. | Foto: Unsplash/Robin Benzrihem
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Gregor Soller

In Japan feilt man man mit der CHAdeMO-Ladetechnik schon geraume Zeit an Vehicle-to-grid-Lösungen, aber auch in Europa nimmt das Thema langsam Fahrt auf. So beteiligt sich der NewMotion in Amsterdam an einem V2G-Pilotprojekt und kooperiert mit der Netzgesellschaft Alliander, dem Technologieunternehmen Enervalis und der Innovationsplattform Amsterdam Smart City. Mit der V2G-Technologie kann der in den Batterien von Elektroautos gespeicherte Strom in Zeiten hohen Strombedarfs ins Stromnetz zurückgespeist werden. Bei niedrigem Strombedarf werden die Elektroautos geladen.

 

So können künftig Elektroautofahrer, die die V2G-Technologie nutzen, eine Rückzahlung für den Strom, den sie in das Netz zurückgespeist haben, erhalten. Zusätzlich können Netzbetreiber die Speicherkapazität von Elektroautos nutzen, um Spitzen und Täler bei Energieangebot und -nachfrage auszugleichen. Das Pilotprojekt in Amsterdam ist Teil des City-Zen-Programms, das darauf abzielt, energieeffizientere Städte zu schaffen. Erste Ergebnisse des V2G-Projekts werden Ende Februar 2018 erwartet. Die meisten V2G-Ladestationen, die bei dem Pilotprojekt genutzt werden, befinden sich an öffentlichen Plätzen in ganz Amsterdam. Außerdem gibt es Ladestationen am Standort der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC und bei einer großen Sportanlage, wo Elektrofahrzeuge entweder aufgeladen werden können oder direkt Strom in das interne Stromnetz dieser Organisationen einspeisen. Diese Technologie nennt man Vehicle-to-Office.

„Allein in den Niederlanden rechnen wir bis 2025 mit rund einer Million Elektrofahrzeugen. Gleichzeitig wird ein immer größerer Anteil des Stroms durch Sonnenkollektoren und Windkraftanlagen erzeugt. Aufgrund der unregelmäßigen Verfügbarkeit von Sonne und Wind ist es unerlässlich, dass Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen, damit nachhaltig erzeugter Strom für Spitzenzeiten mit hohem Energiebedarf gespeichert werden kann. Diese Entwicklungen ebnen den Weg für den breiten Einsatz der V2G-Technologie,“ sagt Sytse Zuidema, CEO von NewMotion.

Was bedeutet das?

Das Hauptziel des Piloten in Amsterdam ist es, die V2G-Technologie zu testen. „In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern testen wir die Auswirkungen von V2G auf das Niederspannungsnetz. Darüber hinaus wollen wir prüfen, ob V2G als Backup bei Stromausfällen genutzt werden kann. Zudem soll getestet werden, ob durch V2G ein größerer Teil der Solarenergie, die Unternehmen selbst erzeugen, für die Stromversorgung dieser Standorte genutzt werden kann. Ist dies der Fall, wird das Netz weniger belastet und es müssen weniger teure Stromkabel verlegt werden,“ kommentiert Marisca Zweistra von Alliander das Projekt.

 

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