Werbung
Werbung

NEVS Emily GT: Saab 9-5 auf elektrisch - mit bis zu 1.000 km Reichweite

NEVS (National Electric Vehicle Sweden), die schwedische Elektroauto-Tochter des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande musste jetzt fast alle Mitarbeitenden entlassen – und enthüllte nun noch den ideellen Nachfolger des Saab 9-5 – die E-Limousine „Emily GT“.

NEVS hat den Emily GT enthüllt - der sich optisch an den letzten Saab 9-5 anlehnt. Zur Produktion wird es wahrscheinlich nicht mehr kommen. | Foto: NEVS
NEVS hat den Emily GT enthüllt - der sich optisch an den letzten Saab 9-5 anlehnt. Zur Produktion wird es wahrscheinlich nicht mehr kommen. | Foto: NEVS
Werbung
Werbung
Gregor Soller

Es soll wohl nicht sein: Seit Jahren liegt das einstige Saab-Werk in einer Art Dornröschenschlaf und es gab mehrere Versuche, hier wieder etwas auf die Beine zu stellen. Wieder einmal befindet sich NEVS auf der Suche nach neuen Eigentümern und Investoren. Zwar verfüge NEVS, noch im Besitz des zahlungsunfähigen chinesischen Bauträgers Evergrande befinden, über Mittel, die „für eine ganze Weile“ reichen sollen – trotzdem musste NEVS seit Herbst 2021 fast alle Mitarbeitenden entlassen.

Um für sich und eine Zukunft zu werben, präsentierten die rührigen Schweden jetzt den Emily GT – dessen Silhouette entfernt an den letzten Saab 9-5 erinnert: Dabei handelt es sich um ist eine sportliche E-Limousine mit vier 90-kW-Radmotoren, die mit einem 175-kWh-Akku mehr als 1.000 Kilometer Reichweite schaffen sollte. NEVS hofft aktuell, die Produktion des Stromers trotz der drohenden Insolvenz doch noch realisieren zu können.

Entwickelt wurde der Emily GT von 350 Ingenieuren und Technikern innerhalb von nur zehn Monaten, wie NEVS Programmdirektor Peter Dahl bei LinkedIn enthüllt:

„Wir können eines der geheimen Projekte enthüllen, an denen NEVS gearbeitet hat. Dies ist bei weitem das lohnendste (und anstrengendste) Projekt, das ich je leiten durfte. Ich glaube nicht, dass irgendjemand wirklich geglaubt hat, dass es möglich ist, in weniger als zehn Monaten von einem leeren Blatt Papier zu fahrenden Autos zu kommen. Aber mit einem erstaunlichen und engagierten Team ist alles möglich, also haben wir es geschafft! Etwa 350 Ingenieure und Techniker waren daran beteiligt, ich kann sie nicht alle aufzählen, aber ich danke Ihnen für diesen unglaublichen Einsatz! Ich bin auch beeindruckt von der Geheimhaltung, die so lange aufrechterhalten wurde, und davon, dass keine Informationen nach außen gedrungen sind.“

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Es bleibt allerdings fraglich, ob die sportliche Elektro-Limousine noch auf die Straße kommt. Immerhin wurde Polestar auf die „Nachbarn“ aufmerksam: Aktuell plant die Geely-Tochter in Trollhättan ein Entwicklungs- und Testzentrum für E-Antriebe einzurichten. Das einstige Saab-Werk schläft unterdessen weiter.

Was bedeutet das?

Saab war eine emotionale Marke und die Arbeitenden in Trollhättan waren es ebenfalls. Doch die Investoren brachten ihnen außer Geldspritzen und eigenen Pleiten kein Glück: Könnte sein, dass zu guter Letzt Polestar zumindest Teile des einstigen Saab-Werks übernimmt. Dass die Mannschaft dort außergewöhnliches leisten kann, bewies sie mit dem Emily GT.  

Werbung
Werbung