Neuzulassungen: Es dreht sich weiter Richtung Strom

Ein starker Mai bestätigt den Trend der zunehmenden Neuzulassungen von alternativen Antrieben, Diesel weiter rückläufig. Allerdings liegen Plug-in-Hybride noch deutlich vor den reinen Stromern.

Vor allem der Stellantis-Konzern gibt unter den Importeuren mächtig Gas bei den Stromern und forciert von PHEV, über Mildhybride bis hin zu reinen E-Fahrzeugen über seine diversen Marken. | Foto: Stellantis/PSA
Vor allem der Stellantis-Konzern gibt unter den Importeuren mächtig Gas bei den Stromern und forciert von PHEV, über Mildhybride bis hin zu reinen E-Fahrzeugen über seine diversen Marken. | Foto: Stellantis/PSA
Johannes Reichel

Der Automobilmarkt in Deutschland dreht sich weiter in Richtung Elektromobilität: So wurden im Mai 54.042 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) auf Basis der jüngsten KBA-Zahlen vermeldet. Der Zuwachs falle mit 337 Prozent besonders hoch aus, auch aufgrund des eher schwachen Vorjahresmonats. In den ersten fünf Monaten fuhren damit 247.763 neue Elektrofahrzeuge auf die Straßen. Die Zahl habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht (plus 230 Prozent). Der Anteil am Gesamtmarkt beträgt 22 Prozent. Darunter waren 115.296 batteriebetriebene Elektroautos (plus 219 Prozent) und 132.257 Plug-In-Hybride (plus 241 Prozent).

„Elektrofahrzeuge sind bei deutschen Autokäufern zunehmend beliebt. Seit Jahresbeginn ist mehr als jeder fünfte neue Wagen ein E-Fahrzeug. Um diesen Erfolg nicht zu gefährden, sollte die Bundesregierung die angekündigte Verlängerung der Innovationsprämie jetzt so schnell wie möglich in der entsprechenden Verordnung bestätigen“, forderte Reinhard Zirpel, Präsident des (VDIK). 

Er verweist auf die derzeit rund 120 Elektro-Modelle der Importmarken, darunter Pkw und Nutzfahrzeuge. Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben insgesamt habe in den ersten fünf Monaten ebenfalls zugelegt. Es wurden 428.408 neue Elektroautos, Hybride mit und ohne Stromanschluss, Mild-Hybride und Gas-Pkw zugelassen. Das entspreche einem Plus von 154 Prozent. Im Mai wurden 92.321 neue Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zugelassen (plus 218 Prozent). Dabei sei zu beachten, dass zu den Hybriden eine wachsende Zahl von Mildhybriden zählt, die nicht rein elektrisch fahren können. Eine Unterscheidung zwischen Voll- und Mildhybriden sei derzeit statistisch noch nicht möglich, merkt der Verband weiter an. Im gesamten Pkw-Markt verschöben sich die Gewichte weiter in Richtung der alternativen Antriebe. Sie kamen in den ersten fünf Monaten auf einen Anteil am Gesamtmarkt von 38,4 Prozent. Benziner lagen ebenfalls bei 38,4 Prozent. Weniger als jeder vierte Neuwagen ist ein Diesel (23,3 Prozent).

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