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Neue Studie: Deutsche skeptisch bei E-Mobilität und autonomem Fahren

Die Bilder ähneln sich: Eine weitere Befragung unter 1.100 Endkonsumenten bestätigt eine grundskeptische Haltung zur E-Mobilität und zum autonomen Fahren.

Noch in den Kinderschuhen: Die E-Mobilität in Deutschland kommt nicht recht an, wie eine neue Studie bestätigt. Da helfen auch Park-/Ladeofferten nichts. | Foto: Ikea
Noch in den Kinderschuhen: Die E-Mobilität in Deutschland kommt nicht recht an, wie eine neue Studie bestätigt. Da helfen auch Park-/Ladeofferten nichts. | Foto: Ikea
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Johannes Reichel

Nach einer neuen Studie der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners, die im März 2019 unter 1.100 Endkonsumenten durchgeführt wurde, sind die Deutschen weiter skeptisch in Sachen Elektromobilität und autonomem Fahren. Als wichtigste Kriterien in Sachen Elektromobilität sehen Autofahrer den Preis (31 Prozent) sowie die Reichweite (20 Prozent), eine ausreichende Ladeinfrastruktur (16 Prozent) und die Dauer der Aufladung/Ladezyklen (13 Prozent). Spiegelbildlich sind ein zu hoher Preis und eine mangelnde Reichweite auch die häufigsten Gründe für eine Ablehnung von Elektrofahrzeugen.

"Die Mehrheit der Befragten bemängelt den derzeitigen Stand der Entwicklung hinsichtlich dieser Kriterien. Positiv äußern sich aber immerhin drei Viertel der Autonutzer zu dem Design von E-Fahrzeugen, und 69 Prozent loben die Leistung", meint Antoine Weill, Partner in der globalen Automotive Practice bei dem Berater.

Assistenzsysteme und Echtzeitdaten beliebt, Streaming weniger

Die Studie fragte auch die Attraktivität verschiedener innovativer Ausstattungsoptionen ab. Im Ergebnis legten 67 Prozent der Befragten Wert auf einen automatischen Parkassistent, 64 Prozent halten den Echtzeitempfang von Verkehrs- und Unfallinformationen für sehr wichtig sowie 60 Prozent eine Automatische Pannenhilfe. "Assistenzsysteme und Echtzeitdaten sind in den Augen der Autofahrer ein klares Plus", analysiert Matthias Riemer, Director in der globalen Automotive Practice in dem Unternehmen. Streamingdienste für Videos oder Musik und Conciergeservices würden dagegen als unattraktiv eingestuft.

Wenig Vertrauen in autonome Fahrzeuge

28 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, ein autonomes Auto zu kaufen, nur 27 Prozent haben Vertrauen in diese Art von Fahrzeug (38 Prozent: neutral). 42 Prozent sehen autonome Fahrzeuge als Luxusautos, die sie sich nicht leisten können. Knapp die Hälfte der Befragten aber glaubt, dass autonomes Fahren in ein paar Jahren die Norm sein wird. Vollständiges autonomes Fahren wird nicht vor Mitte des Jahrhunderts erwartet.

"Generell ist der Trend autonomes Fahren noch nicht in Deutschland angekommen", kommentiert Antoine Weill. Ein vollständig autonom agierendes Auto, welches kein Lenkrad besitze, werde aktuell von einem Viertel der Befragten als "gänzlich unattraktiv" eingestuft, so die Beraterin.

 

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