Neue Säule: Delta erhöht auf 200 kW

Anbieter legt 150 auf 200 kW nach und zielt auf die Betreiber öffentlicher Ladestationen sowie neben Pkw auch auf Lkw und Busse. Zudem ist die Säule eichrechtskonform und arbeitet mit weniger Verlusten.

Mehr Saft: Mit je 100 kW kann das neue System von Delta zwei E-Fahrzeuge versorgen und binnen acht Minuten auf 100 km Reichweite bringen. | Foto: Delta
Mehr Saft: Mit je 100 kW kann das neue System von Delta zwei E-Fahrzeuge versorgen und binnen acht Minuten auf 100 km Reichweite bringen. | Foto: Delta
Johannes Reichel

Der Lade- und Wärmetechnikspezialist Delta Electronics hat die Einführung seines 200 kW Ultra Fast Charger (UFC 200) für die EMEA-Region angekündigt. Das Ultraschnellladegeräts der nächsten Generation soll 100 km Fahrreichweite in etwa acht Minuten Ladezeit erreichen und Elektrofahrzeuge der nächsten Generation, E-Trucks und E-Busse in einer breiten Palette von Anwendungen wie Autobahnen, Parkplätzen, Tankstellen, Logistikunternehmen sowie städtischen Verkehrsknotenpunkten zu bedienen. Das Gerät wartet mit einem modularen Design auf, ermöglicht den Fernzugriff für einen verbesserten Service bei laufendem Betrieb und bietet Backend-Kompatibilität mit den meisten der auf dem Markt erhältlichen Ladenetz-Managementsysteme. Damit soll das System die ideale Lösung für Betreiber von Ladestationen sein.

Man erwarte, dass immer mehr Elektrofahrzeuge mit größerer Reichweite auf den Markt kommen und habe daher die bestehende Produktlinie des UFC von 150 kW auf 200 kW erweitert und zugleich eine Kreditkartenzahlungsfunktion und einen Mechanismus zur Einhaltung der vom deutschen Eichrecht vorgegebenen MID-Kalibrierungsregeln integriert. Damit sei dieses Produkt optimal für Ladepunktbetreiber (CPOs) und die Anforderungen zum Laden von Fahrzeugflotten, wirbt Vincent Lin, Senior Director für E-Mobility & Smart Energy Solutions Business Development, Delta EMEA, für die Neuentwicklung, die sich für Betreiber schnell rentieren soll.

Dank Skalierbarkeit, Ladespannungen bis 1000 V und des modularen Designs des Stromversorgungssystems sei das System zudem zukunftssicher. Für eine nachträgliche Erweiterung der Ladeleistung seien keine neuen Baugenehmigungen erforderlich, sie könnte durch einfaches Hinzufügen von Gleichrichtermodulen realisiert werden.

Höhere Effizienz versprochen

Die maximale Gesamtkapazität von 200 kW wird in 2 x 100 kW aufgeteilt, um zwei Elektrofahrzeuge gleichzeitig aufladen zu können. Das temperaturgesteuerte Hochleistungs-CCS-Ladesystem liefert bis zu 400 A Ladestrom, wodurch das System zusätzliche Leistung bereitstellen kann, wenn die Batterien des Elektrofahrzeugs einen niedrigen Ladestand haben. Ladekabel und Ladestecker sollen immer im optimalen Temperaturbereich arbeiten – selbst unter schwierigen Umgebungsbedingungen und bei häufigem Gebrauch. Im Bedarfsfall werde dafür die Ladeleistung reduziert, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Ein Temperaturmanagementsystem soll darüber hinaus zur Verbesserung der Effizienz beitragen, da die Leitungsverluste der Kupferkabel reduziert würden. So erhöhe sich zum Beispiel die Effizienz der Ladestation bei einem Ladestrom von 400 A um bis zu 1,2 Prozent  im Vergleich zu einem standardmäßigen, flüssigkeitsgekühlten Kabelsystem, ohne Berücksichtigung des zusätzlichen Stromverbrauchs eines eventuell installierten Kühlsystems, wie der Hersteller beschreibt.

Eichrechtskonform und leicht bedienbar

Die Bedienung erfolgt über einen 7-Zoll-LCD-Infoscreen sowie und ein Touchpad mit RFID- und Zahlungskartenfunktionen. Darüber hinaus wirbt der Hersteller mit Unterstützungsdiensten, die die Interoperabilität mit Elektrofahrzeugen der nächsten Generation sicherstellen sollen und das lokalen Servicepartnern, Ferndiagnose und Wartung über separate Serviceschnittstellen kombiniert. Zur Einhaltung der MID-Eichvorschriften des deutschen Eichrechts verfüge der UFC200 über ein integriertes Messsystem.

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