Neue Plattform für City-Logistik-Community

Die Last Mile City Logistics bietet der Versand- und Zustellbranche eine neue digitale Plattform mit zweitägigem Life-Event vom 10. bis 11. März, um sich gemeinsam über die wachsenden Herausforderungen in Sachen Kund*innenwünsche, Städteplanung und Klima auszutauschen.

Die Last Mile City Logistics will Liefer- und Zustellunternehmen enger miteinander vernetzten.| Grafik: Last Mile City Logistics
Die Last Mile City Logistics will Liefer- und Zustellunternehmen enger miteinander vernetzten.| Grafik: Last Mile City Logistics
Redaktion (allg.)

Mit der stetig wachsenden Bestellfrequenz im Online-Handel und der parallel erhöhten Zustellrate sieht sich die Logistik- und Lieferbranche zunehmend herausgefordert, gerade in Zeiten, in denen Städte darum bemüht sind, Aufenthalts- und Luftqualität im dichtbesiedelten Raum eigentlich zu verbessern und die Verkehrslast zu minimieren. Die ökologischen und politischen Anforderungen entwickeln sich so eher entgegengesetzt den Kund*innenwünschen. Die sind immer höhere Lieferfrequenzen und Bestellmengen in allen Versandgrößen gewohnt – denn die Bequemlichkeiten, die angeboten werden, werden natürlich auch wahrgenommen.

Diesem Widerspruch und noch einigen weiteren Herausforderungen gilt es künftig gerecht zu werden. Kein leichtes Unterfangen, dessen war man sich wohl auch bei HINTE Expo & Conference bewusst. Das Karlsruher Digitalunternehmen hat zusammen mit Tobias Plegge, Projektmanager der Last Mile City Logistics (LMCL), zunächst ein Business-Netzwerk auf LinkedIn aufgebaut, dem sich mittlerweile rund 5.000 Menschen angeschlossen haben.

Das Programm

Jetzt geht es weiter mit der Live-Veranstaltung: Die Last Mile City Logistics bietet vom 10. bis 11. März auf der Digital-Plattform „Liveline“ Connect ein diverses Programm auf zwei Stages und startet mit dem Thema „Best Practise zur Last Mile-Planung“, zu welchem die Schweizerische Post über „Smart Urban Logistics“ referiert. Weiter Programmpunkte sind „Die Ersten auf der letzten Meile“, eine Kooperation mit dem Digital Logistics Hub Hamburg, die speziell Start-up-orientiert ist. Vorträge über „Digitalisierung in der Logistik“ und „Das Rad der letzten Meile“ setzen weiter Schwerpunkte.

Dazwischen soll laut LMCL immer wieder Zeit für den persönlichen Austausch unter den Besucher*innen und digitalen Aussteller*innen sein, Zeitslots fürs Networking sind also eingeplant. Mitunter ein Grund, warum man sich für die Premiere auf 25 Präsentierende beschränkt hat, trotz hohem Beteiligungswillen. Weiterführende Events sind aber bereits in Planung, in digitaler wie hybrider Form.

Die ganz Großen sind mit dabei

Der Bedarf nach Vernetzung und Austausch ist jedenfalls da, das sieht man auch an den Interessent*innen: Zum LMCL-Netzwerk gehören Logistikunternehmen wie DB Schenker, Deutsche Post, DHL, Südmail, FedEx und UPS, Versandhäuser wie die Otto Group, Zalando und Amazon und auch Brands wie Hallo Fresh, Lekkerland, Alnatura, EY und Intel. Auch politische Vertreter*innen sind darunter, etwa aus den Städten Hamburg, Stuttgart, Zürich und Wien. Weitere Branchentreiber aus dem Start-up-Bereich sind ebenso dabei: pickshare GmbH, die über eine Digitalplattform Mobilitäts- und Logistik-Services anbieten, und onomotion GmbH, die mit E-Cargo-Bikes innenstädtische Mobilität sauberer und leiser gestalten wollen.

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