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Neue Carsharing-Studie: Car2Go sieht sich als Teil der Lösung

Sharing-Pionier verweist auf die positiven Effekte durch Carsharing für die Reduktion der Fahrzeugzahlen, die man durch eine Studie des KIT bestätigt sieht. "Carsharing ist Teil der Lösung". 

Teil der Lösung, nicht Teil des Problems: Car2Go reklamiert für sein Geschäftsmodell verkehrsentlastende Wirkung. | Foto: Car2Go
Teil der Lösung, nicht Teil des Problems: Car2Go reklamiert für sein Geschäftsmodell verkehrsentlastende Wirkung. | Foto: Car2Go
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Johannes Reichel

Der Carsharing-Pionier im Free Floating Car2Go, eine Tochter des Daimler-Konzerns sieht sich durch eine aktuelle Studie bestätigt in der Einschätzung, Carsharing trage zur Lösung der Verkehrsprobleme bei. Eine aktuelle Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) belege die positiven Auswirkungen auf den Stadtverkehr. Allein die regelmäßigen car2go-Nutzer in Berlin verkauften nach eigenen Angaben aufgrund des Carsharing-Angebots in der Stadt insgesamt 4.616 Fahrzeuge – vor allem kleine, ältere Pkw. Das entspricht 4,4 Autos pro eingesetztem Carsharing-Fahrzeug des Anbieters. Rund 75 Prozent der Berliner Nutzer, die ihr Auto verkauften, hätten damit ihr einziges Fahrzeug abgeschafft und besitzen in Folge dessen kein privates Fahrzeug mehr. Die Daimler-Tochter hatte in Berlin zum Zeitpunkt der Befragung 223.000 Kunden – heute seien es bereits knapp 270.000.

Zur Zahl der abgeschafften Pkw addiert der Anbieter 11.834 Fahrzeuge, die wegen des Carsharing-Angebots gar nicht erst angeschafft wurden. "Damit entlastet jedes Fahrzeug von car2go auf den Straßen Berlins den Verkehr um bis zu 15,8 Autos, auch im Hinblick auf Parkplätze" reklamiert der Dienstleister.

Weniger Fahrzeugkilometer – Reduktion des Verkehrs

Durch den Verkauf des eigenen Pkw hätten sich auch die zurückgelegten Kilometer der Fahrzeuge in Berlin massiv reduziert, wie der Anbieter aus der Studie zitiert. Mit den aufgrund von car2go abgeschafften Autos sind die Nutzer nach eigenen Angaben durchschnittlich 13.700 Kilometer im Jahr gefahren. Mit einem Auto von car2go fahren car2go Kunden durchschnittlich unter 400 Kilometer pro Jahr. "Dieser Effekt überwiegt bei weitem Substitutionseffekte in einzelnen Fällen, wenn sich Nutzer für ein Carsharing-Auto anstelle der U-Bahn entscheiden", betont der Anbieter. Die KIT-Studie weise selbst im pessimistischen Szenario eine Reduktion der gefahrenen Kilometer in Berlin von 95 Millionen Pkw-Kilometern auf – eine starke Entlastung des Straßenverkehrs. Damit wurden fast 18.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Deutliche Botschaft an die Verkehrspolitik

„Diese Studie untermauert diesen Eindruck nun wissenschaftlich. Ich hoffe sehr, dass die Politik die Botschaft versteht und ihr Taten folgen lässt: Carsharing ist eine wichtiger Teil der Lösung der Verkehrsprobleme von großen Städten", erklärte Olivier Reppert, CEO der car2go Group.

Was bedeutet das?

Teil der Lösung - oder Teil des Problems: Seit die großen Autohersteller ins Free-Floating-Carsharing-Geschäft eingestiegen sind und nicht mehr öko-orientierten Carsharing-Vereine das Feld dominieren, schwingt der Vorwurf mit, das Angebot diene nur als Vermarktungsschiene, als verlängerter Arm des Vertriebs. Die Ergebnisse, zumindest für Berlin, deuten nun tatsächlich darauf hin, dass Carsharing auch im Free Floating, also Standort-ungebunden, zur Reduktion des Verkehrs und des Stellplatzverbrauchs beiträgt und auch die Fahrleistungen der einstigen Autobesitzer drastisch reduziert - und zwar eindeutig. Das KIT steht nicht im Verdacht, Hersteller-Propaganda zu machen. Also, Carsharing dürfte wirklich ein wichtiger Stein im Mobilitätsmosaik der Städte sein und zur Entlastung beitragen. Auf einem anderen Blatt steht, ob auch die schicken neuen Fahrdienste Lyft, Moia oder Via zur Entlastung beitragen - oder erst neue Nachfrage generieren. All das wird weiter zu beobachten sein.

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