Werbung
Werbung
Werbung

Naias 2018: PSA will zurück in die USA und 40 Modelle bis 2025 elektrifizieren

Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat PSA-Chef Carlos Tavares auf einer Rede in Detroit die Zukunft der Marke PSA skizziert: Die soll bis 2025 zu 100 Prozent elektrifiziert sein.

Mit dem Instinct Concept gab PSA bereits einen Ausblick auf die Themen Elektrifizierung und autonomes Fahren. | Foto: PSA
Mit dem Instinct Concept gab PSA bereits einen Ausblick auf die Themen Elektrifizierung und autonomes Fahren. | Foto: PSA
Werbung
Werbung
Gregor Soller

Den Erwerb von Opel 2017 sieht PSA-Lenker Carlos Tavares als Start für eine globale Expansion seines Konzerns. Dazu gehört eine Rückkehr in die USA ebenso wie eine umfassende Elektrifizierungsstrategie. Außerdem äußerte er sich auch zum Thema autonomes Fahren. Der Dreistufenplan für die Rückkehr auf den US-Markt startet mit dem Ride-Sharing-Anbieter „Free2Move“. „Mobilität...steht im Mittelpunkt unseres strategischen Plans“, erklärte Tavares das Vorgehen. Als nächstes möchte er über das Ride-Sharing die Marke Peugeot auf den US-Markt zurückbringen. In einem weiteren Schritt möchte er neue Peugeot-Modelle dann speziell für den US-Markt anpassen und spezifizieren. Dafür möchte er das Opel-Know-How nutzen, im Speziellen von Mitarbeitern, die für GM in den USA gearbeitet haben. Diese Opel-Ingenieure könnten laut Tavares  sicherstellen, dass die zukünftigen Produkte für diesen Markt vollständig US-konform sind. Und dabei meint er nicht nur die gesetzlichen Vorgaben, sondern auch den Geschmack der Verbraucher.

Ab 2030 sollen laut Tavares 80 Prozent der PSA-Fahrzeuge teilautonom unterwegs sein, den Anteil an vollautonomen Modellen bezifferte er mit 10 Prozent. Zur Elektrifizierungsquote nannte Tavares zwei Zahlen: Bis 2023 sollen es 80 Prozent sein, bis 2025 möchte er dann das ganze PSA-Programm elektrifiziert haben. Starten soll die Elektrifizierung 2019 mit den rein elektrischen Modellen des DS3 Crossback und dem Peugeot 208. 2020 soll dann eine E-Version des Peugeot 2008 folgen. Außerdem soll auch der nächste Opel Corsa, der sich die Plattform mit dem Peugeot 208 teilt, als reine Elektroversion auf den Markt kommen. Bei den größeren Modellen möchte Tavares mit Plug-In-Hybriden elektrisieren. Den Anfang soll hier ebenfalls 2019 eine Version des DS7 Crossback machen, außerdem verkündete man bei Opel, das auch der Grandland X als PHEV-Variante kommen soll. Was eine Hybridisierung des Plattformspenders Peugeot 3008 und 5008 nahe legt. Bei Citroën könnte entsprechend der C5 Aircross der erste Plug-In-Hybrid werden.

Hinter der Elektrifizierung steht auch der Partner Dongfeng, der für den chinesischen Markt auf eine Elektrifizierung drängt. Dort soll künftig jedes neue DS-Modell elektrifiziert sein. Dazu entwickelte man mit Dongfeng zwei Plattformen: Die e-CMP (electrified Common Modular Platform) für Kleinwagen, mittelgroße Limousinen und Kompakt-SUVs und die sogenannte EMP2 (Efficient Modular Platform) für Kompakt- und Premiummodelle, wobei der Scherpunkt hier auf den Plug-in-Hybriden liegt.

Noch nicht im Detail geäußert hat sich Tavares zur Situation bei den leichten Nutzfahrzeugen, die mittelfristig ebenfalls elektrisiert werden müssten. In Genf soll jedenfalls die neue Generation des Citroën respektive Peugeot Partner stehen, die bisher schon in einer E-Version zu haben waren.

Was bedeutet das?

Nachdem Tavares bezüglich der Elektrifizierungs- und Expansionsstrategie länger geschwiegen hatte, nutzt er jetzt ausgerechnet die Messe in Detroit, um eine einigermaßen konkrete und ziemlich anspruchsvolle Roadmap für PSA vorzulegen. Mit dem Konzern sollte auf jeden Fall zu rechnen sein. 

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung