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Nächster Smart könnte mit Geely entstehen

Laut einem Bericht des "Manager Magazin" prüfe Daimler, die nächste Smart-Generation zusammen mit Geely aufzusetzen.

Die nächste Smart-Generation könnte zusammen mit Geely entstehen. | Foto: Daimler
Die nächste Smart-Generation könnte zusammen mit Geely entstehen. | Foto: Daimler
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Gregor Soller

Ab 2020 wird Smart elektrisch – und Renault steigt aus der Kooperation aus. Damit hat Smart-Chefin Katrin Arndt gleichzwei Probleme: Erstens sinken die Gesamtstückzahlen, denn der Smart Forfour war ein Zwilling des Renault Twingo und wird mit diesem zusammen im slowenischen Renault-Werk gefertigt und zum zweiten steigen die Einstiegspreise der Marke durch die Elektrifizierung stark an, was den Druck auf die ohnehin vergleichsweise niedrigen Stückzahlen erhöht.

Bei der Bilanzpressekonferenz blieb Daimler-Chef Dieter Zetsche zum Thema Smart eher zurückhaltend, auch bei den Zukunftsplänen des Konzerns findet Smart aktuell eher weniger statt.  Dich hinter den Kulissen scheint sich bereits eine Lösung abzuzeichnen: Hier kommen jetzt die Gespräche mit Geely ins Spiel, die Zetsche zuletzt als konstruktiv bezeichnete. Durch die Blume ließ man durchblicken, dass man durchaus gemeinsame Projekte sondieren würde: Dazu könnte auch die Zukunft von Smart gehören. Wie das Manager Magazin unter Berufung auf mehrere inhaltlich mit der Sache vertrauten Personen berichtet, habe Geely-Gründer und -CEO Li Shufu Daimler konkrete Hilfe in Sachen Smart angeboten. Inzwischen sollen bereits konkretere Gespräche zur nächsten Smart-Generation laufen.

Geely treibt mit der eigenen Marke und Volvo die Elektrifizierung voran und hat mit Kandi Technologies einen Joint Venture-Partner an Bord, der sich mit Elektro-Minis auskennt.  Nachdem auch Hakan Samuelsson kürzlich durchblicken ließ, keine Berührungsängste mit Daimler zu haben, könnte die neue Smart-Generation über Geely auf mehreren „Marken-Kanälen“ ausgerollt werden: Neben Smart würde ein solcher Mini auch bei der Geely-Marke „Panda“ funktionieren, außerdem wären theoretisch auch Mini-City-Versionen für Proton, Think&Co, Volvo oder LEV in Großbritannien denkbar – ein globales Mini-Fahrzeug also.

Was bedeutet das?

Nachdem Daimler daran gescheitert ist, den Chrysler-Konzern auf eigene Beine zu stellen und Maybach nicht als eigene Marke etablieren konnte, sollte jetzt nicht auch noch Smart verloren gehen. Doch die neue „Öffnung“ des Konzerns könnte hier durchaus spannende Kooperationen und Möglichkeiten bieten, denn: Nachfrage nach dem Konzept Smart gibt es, auch elektrisch: Nur nicht in den sonst üblichen siebenstelligen Stückzahlen.

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