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MWC 2019: Vodafone und Conti zeigen, wie 5G und AI Unfälle verhindert

Digitales Schutzschild: Die beiden Partner in einem Pilotprojekt präsentieren die Ergebnisse ihres Versuchs, der auch mit dem abgespeckten LTE 4.5 schon funktionieren würde. Die V2X-Technologie soll 2020 in Serie gehen.

Was zu beweisen war: Aus Sicht der Projektpartner Vodaphone und
Was zu beweisen war: Aus Sicht der Projektpartner Vodaphone und
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Johannes Reichel

Wie wichtig es wäre, dass man endlich die auf der Messe schon omnipräsente 5G-Technologie zum Laufen bringt, zeigte ein weiteres Projekt von Conti, diesmal mit Vodafone. Gemeinsam untersuchten die Unternehmen auf einem 5G-Areal, wie sich die Unfallzahlen mit intelligenter V2X-Kommunikation und entsprechenden V2X-Modul im Fahrzeug sowie Vernetzung mit den Smartphones der Passanten (C-V2X) reduzieren ließen. Dabei berechnet eine AI auf Basis der Fahrzeugkameradaten das vermutliche Verhalten der Verkehrsteilnehmer in Sekundenbruchteilen, bildet Wahrscheinlichkeiten für Unfälle und warnt den Fahrer rechtzeitig, etwa wenn droht, dass ein spielendes Kind auf die Straße laufen könnte.

Um den Passanten wird ein "digitales Schutzschild" errichtet, wie die beiden Projektpartner das nennen. Für die schnelle Datenübertragung in Echtzeit sorgt sogenanntes Mobile Edge Computing, kleine 5G-Rechenzentren in der Nähe der Mobilfunkmasten. Auch die Funktionalität Stauwarnung stellten die beiden Partner in Barcelona vor, in Anbetracht noch immer viel zu häufiger schwerer Unfälle an Stauenden speziell für Trucks eine immens segensreiche Applikation. Dieses System wäre auch in der Lage, Fahrradfahrer vor Rechtsabbiegern und so vor gefährlichen Unfällen zu schützen.

 

Auch im leistungsgesteigerten LTE schon möglich

Interessante Nebenerkenntnis des Projekts laut einem Entwickler, das auch im 4G im 5G Mobility Lab von Vodafone in Aldenhoven erprobt wurde und auch im leistungsgesteigerten LTE-Netz 4.5 schon möglich wäre: Die intensive Datennutzung vieler Verkehrsteilnehmer verlangsamt die Funktion massiv. Die Conclusio: Das System funktioniert und könnte für mehr Verkehrssicherheit sorgen - wenn nur das Netz nicht so lahm wäre. 5G muss also kommen. Denn:

"5G ermöglicht Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde und damit beispielsweise Video-Streaming in Echtzeit. Die Mobilfunktechnologie C-V2X schöpft mit einer Kombination aus direkter und netzbasierter Kommunikation zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und schwächeren Verkehrsteilnehmern das volle Potenzial vernetzter und intelligenter Mobilität aus", wie die Partner den Wert des schnellen Mobilnetzes verdeutlichen. Ab den beginnenden 2020er-Jahren könnte die Technik in die Serie starten.

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