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MWC 2019 Barcelona: Toyota setzt auf offene Plattform SDL

Auto und Handy werden eins: Die Japaner setzen auf die offene Schnittstelle SDL, aus Kostengründen und aus Praktikabilität.

Entwicklung in Echtzeit: Toyota ließ sich beim App-Programmieren über die Schulter schauen. | Foto: J. Reichel
Entwicklung in Echtzeit: Toyota ließ sich beim App-Programmieren über die Schulter schauen. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Wie veranschaulicht man das Programmieren einer App? Toyota fand auf dem MWC 2019 darauf eine einleuchtende Antwort: Man lässt die Programmierer live ihre Arbeit machen. Und so führte man bei den wiederkehrenden Shows am Stand vor, wie sich die japanischen IT-Spezialisten im Quellcode der vielen Programmierzeilen annehmen. Man setzt hierbei neben hauseigenen Apps etwa für Navigation auch immer mehr auf die offene Schnittstelle "Smart Link Device" SDL von Livio, an der man neben vielen anderen Autoherstellern auch als Mitglied teilnimmt. Häufig hält sich der Programmieraufwand und damit die Kosten dadurch in Grenzen, wenn nur den Apps der Anbieter einige Zeilen hinzugefügt werden müssten, begründet ein Toyota-Manager die Herangehensweise. Zudem könnte man so eine viel größere Bandbreite an Apps in den automobilen Einsatz überführen. Das Motto: Wir bringen Dein Smartphone ins Auto, mit all den individuellen Vorlieben, aber eben mit einer gewissen Kontrolle durch den Autohersteller, was da so alles im Fahrzeug läuft und aufgespielt wird.

Für die App-Hersteller wiederum ist es ein smarter Weg, die Autofahrer als Zielgruppe zu erschließen, ohne für jede Marke eigenen Programmieraufwand zu betreiben - vorausgesetzt, dass die Basis-Kompatibilität zur SDL-Schnittstelle hergestellt wird. Es sei einfach neben den originären Hersteller-Apps und den Klassikern Apple Carplay und Android Auto ein dritter Weg, die Smartphone-Inhalte auf die Autohardware zu spiegeln, meint der Toyota-Mann. Natürlich sieht er auch ein umgekehrtes Geschäftsmodell: Die App-Anbieter könnten natürlich auch höchstes Interesse an den im Fahrzeug generierten Daten des Nutzers haben. Das ist dann Verhandlungssache.

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