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Munro Vehicles (Munro) baut erstes Vorserienmodell

Munro hat sein erstes Vorserienmodells montiert: Der weiße Series-M Utility, ein 4x4 mit festem Dach und fünf Sitzplätzen, verlässt die Fabrik in East Kilbride nur zehn Monate, nachdem Munro im Dezember 2022 das MK_1-Prototypenmodell in Edinburgh vorgestellt hat.

Munro produzierte jetzt das erste Vorserienmodell. 2024 sollen 50 Einheiten gebaut werden, ab 2027 bis zu 2.500 im Jahr. | Foto: Munro
Munro produzierte jetzt das erste Vorserienmodell. 2024 sollen 50 Einheiten gebaut werden, ab 2027 bis zu 2.500 im Jahr. | Foto: Munro
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Gregor Soller

Nach wie vor hadern die Briten (und Schotten) mit der schleichenden Deindustrialisierung: Denn der Produktionsstart für Munro markiert laut Pressemitteilung "einen bedeutenden Moment in der britischen Automobilgeschichte”, da das Unternehmen die Rückkehr zur Massenproduktion von leichten Fahrzeugen nach Schottland einleitet. Erstmals seit der Schließung der Talbot-Sunbeam-Montage in Linwood im Jahr 1981.

Die Einführung des Series-M Utility kennzeichnet die nächste Phase von Munros strategischer Vision, seine Produktionsanlagen zu erweitern und die Mitarbeiterzahl zu erhöhen: Bis 2027 sollen so 300 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen warden. Der Unterschied zu Linwood: Während dort einst teils wenig motivierte Mitarbeiter ans Band geholt wurden, sin des dieses mal Enthusiasten, die den Allradler bauen sollen.

Und im Gegensatz zu früher plant man sehr vorsichtig: Die Skalierung wird es Munro ermöglichen, die Produktion von 50 Fahrzeugen in den nächsten zwölf Monaten auf 200 Einheiten pro Jahr und bis 2027 auf 2500 pro Jahr zu steigern. Eine sehr reelle Zahl für einen elektrischen Hardcore-4x4.

Das Unternehmen, das als Finalist bei den Fully Charged Awards für den besten innovativen EV-Hersteller nominiert wurde, ist einzigartig positioniert, um Kunden in anspruchsvollen Branchen zu unterstützen, darunter Landwirtschaft, Bauwesen, Verteidigung, Katastrophenhilfe und Forstwirtschaft. Der Munro Series-M wird es Kunden ermöglichen, ihre 4x4-Fahrzeugflotten zu dekarbonisieren, ohne dabei auf Geländetauglichkeit, Praktikabilität und Haltbarkeit zu verzichten.

Marcus Mackle, Leiter des Fahrzeugverkaufs bei Munro, verbindet dann auch Historie und Zukunft:

"Die Produktion des ersten Vorserien-Munro Series-M Utility, das von der Linie rollt, ist ein bedeutsamer Moment. Sowohl für Munro als auch für Schottland, da der Series-M Utility das erste leichte Fahrzeug ist, das seit der Schließung des Linwood-Autowerks im Jahr 1981 in Massenproduktion geht."

Er verweist auf einen Auftragsbestand von mehr als 250 Vorbestellungen im wert von 68 Millionen Pfund für das innovative und nachhaltig ausgerichtete Munro Series-M Utility Hardtop und den Series-M Truck mit offener Ladefläche. Er freut sich:

“In den nächsten zwei Jahren können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken."

Umfangreiches Feedback wurde während eines umfangreichen Kunden-Testfahrprogramms gesammelt. Entsprechend wurde auch noch nachgebessert. Russell Peterson, CEO und Mitbegründer von Munro, erklärte:

“Nachdem wir auf unsere Kunden gehört haben, haben wir zahlreiche Verbesserungen eingeführt. Dazu gehört eine verstellbare Lenksäule mit Lenkradbedienelementen sowie eine Reihe von ergonomischen Verbesserungen. Es werden auch eine vollständige Sicherheitsausrüstung einschließlich Airbags, ABS-Bremsen, Stabilitäts- und Traktionskontrolle angeboten."

Die Umstellung auf hochwertige Karosseriepaneele ermöglicht eine einfachere Austauschbarkeit von Komponenten. Dies stärkt Munros Philosophie, die Obsoleszenz zu beseitigen, um vollelektrische 4x4-Fahrzeuge zu schaffen, die fünfzig Jahre umweltfreundlichen, emissionsfreien Service bieten können. Am Heck des Fahrzeugs ermöglicht ein am Hardtop der Utility-Modelle angebrachtes "Exoskelett" die einfache Montage von Ausrüstung.

Auch E-Maschinen erzeugen Wärme, die zum Heizen genutzt wird

Die Einführung eines langlebigeren LFP (Lithium-Eisenphosphat) -Akkupacks ermöglicht eine schnellere 30-minütige Ladung mit bis zu 130 kW. Munro hat auch die thermische Effizienz des Fahrzeugs erheblich verbessert: Die Abwärme, die vom Antriebsstrang abgefangen wird, kann jetzt zur Beheizung der Kabine genutzt werden.

In Kombination mit effektiveren Schalldämmmaßnahmen bietet der Munro Series-M ein komfortableres Reiseerlebnis, egal ob er auf Asphalt mit einer Reichweite von bis zu 200 Meilen gefahren wird oder das herausforderndste Offroad-Terrain der Welt bewältigt, für das er entwickelt wurde.

Das Fahrzeug wird in den Ausführungen "Standard" M170 mit 170 kW und "Hochleistung" M280 mit 280 kW sowie in den Konfigurationen "Utility" (Hardtop) und "Truck" (offene Ladefläche) angeboten.

Was bedeutet das?

Man darf gespannt sein, ob Munro es vom Vorserienmodell in die Großserie schafft! Die Planungen sind sehr vorsichtig und die Nische ist sehr spitz, insofern könnte es klappen mit den künftigen schottischen Serienautos.

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