Movelo: Nachhaltigkeits-Reporting erfordert Umsteuern bei Mitarbeitermobilität

Nachhaltigkeitsberichterstattung wird obligatorisch: Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verpflichtet nicht zuletzt zur Angabe der Schadstoff-Emissionen durch firmeneigene Fuhrparks. Und zwingt damit zum Umsteuern auf umweltfreundlichere Transportmittel, etwa mit Pedelecs.

Pedelec statt Cadillac: Die Nachhaltigkeitsberichterstattung zwingt Unternehmen zum Überdenken ihrer Mitarbeitermobilität. Vor allem Pedelecs bieten großes Potenzial. | Foto: Movelo/Makrohaus
Pedelec statt Cadillac: Die Nachhaltigkeitsberichterstattung zwingt Unternehmen zum Überdenken ihrer Mitarbeitermobilität. Vor allem Pedelecs bieten großes Potenzial. | Foto: Movelo/Makrohaus
Johannes Reichel

Ab 2023 müssen Unternehmen aus EU-Mitgliedsstaaten ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen bzw. das Fehlen derselben offenlegen. Die sogenannte Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verpflichtet nicht zuletzt zur Angabe der Schadstoff-Emissionen durch firmeneigene Fuhrparks.

"Die neue Richtlinie wird die Entwicklung hin zu nachhaltiger betrieblicher Mobilität zusätzlich vorantreiben", ist Herbert Ottenschläger, Head of Sales von movelo überzeugt.

Bis zum 1. Dezember 2022 muss die neue Richtlinie der EU zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen in nationales Recht umgesetzt werden, mahnt der Anbieter. Die Corporate Sustainability Reporting Directive gilt in Folge ab 1. Januar 2024 für Firmen aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit mindestens 250 Mitarbeitern. Diese Firmen müssen somit bereits für das Geschäftsjahr 2023 eine Bilanz in Sachen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung im Rahmen ihres Jahresabschlusses veröffentlichen. Nach und nach wird die CSRD auf weitere Betriebe ausgedehnt, für KMU gilt sie ab 2028. Die Richtlinie verpflichtet unter anderem zur Bekanntgabe der CO2-Emissionen durch Firmenflotten.

Hoher Schadstoffausstoß von Pkw und Vans

Der Schadstoff-Ausstoß von PKWs und Leichtlastern in deutschen Fuhrparks sei beachtlich: Im Jahr 2021 bewältigen 23 Prozent dieser Fahrzeuge Strecken von 10.000 bis 20.000 Kilometern, je 22 Prozent fuhren 21.000 bis 30.000 bzw. 31.000 bis 40.000 Kilometer – im Schnitt sind es etwa 25.000 jährlich. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,7 Litern Benzin auf 100 Kilometer für ein Verbrennungsfahrzeug ergäbe das knapp 4,5 Tonnen CO2 pro Fahrzeug und Jahr. Auch PKW-Anschaffung und -Wartung werden teurer, warnt der Mobilitätsdienstleister.

„Reputation im Sinne eines ökologischen Gewissens gewinnt zunehmend an Bedeutung. Unserer Erfahrung nach greifen Privat- als auch Businesskunden immer häufiger auf Unternehmen zurück, die klimaschonend agieren. Die CO2-Emissionen durch den Fuhrpark spielen hier eine große Rolle“, erklärt Herbert Ottenschläger, , betont aber auch den finanziellen Aspekt nachhaltigen Flottenmanagements.

Traditionelle, mit fossilen Brennstoffen betriebene Flotten würden für Unternehmen künftig noch teurer. Einerseits durch die CO2-Steuer, die Jahr für Jahr angehoben wird. Andererseits durch die konstant steigenden Anschaffungs- und Wartungskosten, sowie die Benzinpreise für PKW.

"Vor allem für Betriebe, deren Mitarbeiter vorwiegend kurze Dienstwege, beispielsweise innerhalb einer Stadt, bestreiten, bieten sich auch aus diesem Grund andere Mobilitätslösungen an", rät Ottenschläger.

Der Mobilitätsdienstleister movelo aus Bad Reichenhall ist auf die Vermietung von E-Bike-Flotten spezialisiert. Räder sind im städtischen Bereich auf bis zu fümf Kilometer die schnellsten Fortbewegungsmitte. Sie verursachen keine Emissionen und sind daher auch von der CO2-Steuer befreit. Fullservice ist inklusive, wirbt Ottenschläger. „Zudem bieten wir eine API-Schnittstelle an, um unsere eigens entwickelte Flottensoftware nahtlos in bereits bestehende Fuhrparkmanagement-Systeme zu integrieren. So lassen sich herkömmliche PKW-Flotten mit E-Bikes ergänzen oder teilweise durch diese ersetzen“, wirbt der Mobilitätsspezialist. Das Modell des Flotten-E-Bikes kommt an: Bis 2022 wurden mit den mittlerweile rund 6.500 von movelo an Unternehmensfuhrparks gelieferten Rädern mehr als 9,6 Millionen Kilometer zurückgelegt – und über 10.000 Tonnen CO2 eingespart. Darüber hinaus bessert movelo die Klimabilanz seiner Kunden zusätzlich durch das Pflanzen von Bäumen in deren Namen auf – aktuell wurden über 20.000 Bäume gepflanzt.

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