Mobilitätszentrum des Bundes in München nimmt Fahrt auf

Unter der Leitung des ehemaligen TU-Präsidenten Wolfgang Herrmann will der Bund auf Initiative von Verkehrsminister Andreas Scheuer mit 100 Mitarbeiter die Mobilität der Zukunft erforschen.

Heute schon im Morgen: Bereits jetzt finden auf den Straßen der Landeshauptstadt zahlreiche Pilotprojekte etwa zum autonomen Fahren statt. | Foto: J. Reichel
Heute schon im Morgen: Bereits jetzt finden auf den Straßen der Landeshauptstadt zahlreiche Pilotprojekte etwa zum autonomen Fahren statt. | Foto: J. Reichel
Johannes Reichel

Das von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angekündigte, mit 322 Millionen Euro geförderte Mobilitätszentrum des Bundes soll in München unter der Leitung des ehemaligen TU-Präsidenten Wolfgang Herrmann Gestalt annehmen. Bei der ersten Sitzung des Gründungsbeirats wurde beschlossen, dass dieses 17-köpfige Gremium aus Technikern und Automobilfachleuten, aber auch Gewerkschaftern und Sozialwissenschaftlern die Aufbauarbeit für die Zentrale in München und mehrere Außenstellen in Hamburg, Annaberg, Karlsruhe und Minden leisten soll. In der Einrichtung mit am Ende 100 Mitarbeitern soll es nach Herrmanns Vorstellung darum gehen, "Impulse zu setzen, Themen zu bündeln, zu steuern und zu verteilen und Zukunftsentwicklungen eine Richtung zu geben", wie der ehemalige TU-Präsident erklärte.

Der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erwartet neben hochqualifizierten Arbeitsplätzen und Rennomee auch einen "Innovationshub", der "spannende und nützliche Ideen für die Umsetzung der Verkehrswende" aufzeigen und insbesondere auch die gesellschaftliche Dimension der technischen Entwicklung diskutieren soll. Bei der Einrichtung des Zentrums war kritisiert worden, dass dieses ohne Ausschreibung auf Geheiß Scheuers in München angesiedelt wird. Allerdings gilt es jetzt zuerst, einen Standort für das Zentrum zu finden, wobei laut Reiter ein Interimsstandort für den Start die wahrscheinlichste Variante ist.

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