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Mobilität neu definiert beim Future Mobility Summit

Berlin lädt zum Future Mobility Summit 2019 - Das EUREF-Gelände ist erneut Schauplatz für einen der wichtigsten Kongresse für Mobilitätsentscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und NGOs mit inzwischen beachtlicher Größe.

Das Future Mobility Summit 2019 in Berlin. | Foto: Bert Brandenburg
Das Future Mobility Summit 2019 in Berlin. | Foto: Bert Brandenburg
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von Bert Brandenburg

Der Kongress wurde 2019 zum neunten Mal vom Tagesspiegel und erstmals in Kooperation mit der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) ausgerichtet und am Eröffnungstag von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eröffnet. Der Kongress adressiert hier rund um einen ehemaligen Gaskessel die brennenden Umsetzungsfragen der Mobilitätswende und zeigt die neuesten Lösungen von Industrie, Wissenschaft und öffentlichem Sektor auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg.

Die Rednerliste von Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer, NOW GmbH, Prof. Dr. Lutz Eckstein, Direktor des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika), RWTH Aachen, Gunnar Froh, Gründer und CEO, Wunder Mobility, Prof. Dr. Rüdiger Grube, Geschäftsführer, Rüdiger Grube International Business Leadership GmbH, Prof. Dietmar Göhlich, Vorstandsvorsitzender Mobility2Grid e.V, Frank Christian Hinrichs, Geschäftsführer, inno2grid GmbH, Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender, Nationale Plattform Zukunft der Mobilität, Dr. August Markl, Präsident, ADAC e.V, Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses und Vorsitzender der Geschäftsführung der EvoBus GmbH, Daimler AG, Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur, Deutsche Bahn AG und Nico Rosberg, Formel-1-Weltmeister, Unternehmer kann sich wahrlich sehen lassen.

Der Tagesspiegel hat hier wirklich eine Top-Veranstaltung etabliert ist inzwischen nach Auflage und publizistischer Bedeutung, gedruckt und digital die Nr. 1 in Berlin. Für Verkehrsminister Andreas Scheuer begann die Konferenz mit einem ungeplanten Besuch. Greenpeace hatte den Minister vor dem Gasometer auf dem Campusgelände in Schöneberg in seinem dicken SUV „aufgelauert“. Nur war es zwar ein großes Ministerauto, nur halt keine Dreckschleuder, der Minister fuhr mit einem Audi e-tron zum Future Mobility Summit. Das Scheuer kein Spielverderber ist bewies er mit einer Runde auf dem Elektro-Tretroller.

Rund 1.500 Teilnehmer hatten auf zahlreichen Foren mit 98 Referenten ausreichend Gelegenheit, sich ein Bild davon zu machen, wie über die neue Mobilität diskutiert wird.  Und es wurde mit Leidenschaft diskutiert. Scheuer kritisierte gleich zu Beginn VW-Chef Herbert Diess für dessen Festlegung auf Elektromobilität. Auch den Abschied von der Technologieoffenheit hält der Verkehrsminister für „komplett falsch“.

Und auch die OEMs, wie Peugeot entdecken solche Plattformen für sich. Die Löwenmarke präsentiert den PEUGEOT e-208 und das Concept 508 PEUGEOT Sport Engineered Neo-Performance erstmals in Deutschland. Beide Autos stehen im Zeichen der Elektromobilität und feierten ihr weltweites Debüt im März auf dem Genfer Automobilsalon 2019.

Ein zentrales Thema war, ist und bleibt immer China. Während China ganz enorm investiert, inzwischen gibt es in der Volksrepublik mehr als 60 E-Auto-Hersteller. Alle wissen das sich Verkehr und die Mobilität explosionsartig entwickelten, verhält sich Deutschland und auch Europa immer noch eher abwartend und beschäftigt sich mit der konkreten Umsetzung. Für den Ex-Bahnchef Grube ist „Geschwindigkeit ist der entscheidende Fakt. Wenn ich nach China blicke, bekomme ich Angst.“

Was bedeutet das?

2030 besitzen über eine Milliarde Chinesen einen Führerschein. Nur leider bricht die Infrastruktur dann komplett zusammen. Auch das Riesenreich kann nur 300 Millionen Autos in den kommenden 10 Jahren verkraften. Mit 130 Millionen Autos, Omnibussen und Trucks ist China schon heute der weltgrößte Automarkt. Und dieser steht vor dem Kollaps, wenn nicht gegengesteuert wird. Die Autoindustrie, die in der Vergangenheit sehr vom Wachstum Chinas profitierte, muss diese die Disruption mitmachen. Der Weg führt vom Fahrzeugherstellern zum Mobilitätsdienstleister. Es gibt auf diesem Weg nur ein ganz großes Problem. Die Zeitenwende kostet sehr viel Geld.

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