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Mobile World Congress 2018: Conti zeigt vorausschauenden Verbindungsmanager

Intelligentes Daten- und Kanalmanagement für vorausschauende, ganzheitliche Vernetzung.

Nie wieder Funklöcher: Contis neuer Vebindungsmanager
Nie wieder Funklöcher: Contis neuer Vebindungsmanager
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Gregor Soller

Continental will die lückenlose Vernetzung weiter verbbessern. Denn in vielen Regionen bremsen niedrige Bandbreite und hohe Latenz noch immer das Nutzererlebnis und hindern Fahrer daran, ihren digitalen Lebensstil nahtlos aufs Auto zu übertragen. Heißt: Der Smartphone-Empfang ist schlecht, plötzlich bricht das Telefonat ab oder der Musik-Stream stoppt. Deshalb hat das Continental einen vorausschauenden Verbindungsmanager entwickelt. Der blickt in die Zukunft respektive die Strecke, die vor einem liegt, um dort die Netzverfügbarkeit und Empfangsqualität zu ermitteln, und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Der Verbindungsmanager ist eine Weiterentwicklung des intelligenten Telematik-Portfolios, das Continental gemeinsam mit Carnegie Technologies entwickelt hat. Intelligente Telematik führt verfügbare Kommunikationskanäle zusammen, um die Bandbreite zu erhöhen oder nahtlos zwischen verschiedenen Kanälen zu wechseln, sollte die Empfangsqualität schlechter werden. Um die vorausliegende Empfangsqualität errechnen zu können, sammelt der „Connectivity Manager“ Daten über die Verfügbarkeit und Qualität der Kommunikationskanäle von Fahrzeugen auf der entsprechenden Strecke. Dazu zieht er deren aktuelle GPS-Position sowie den Wochentag oder die aktuelle Uhrzeit heran. Diese Daten werden im Backend, zum Beispiel der Continental.cloud, verarbeitet und analysiert. Die so entstehende Datenbank enthält unter anderem Informationen zu Signalstärke, Bandbreite, Mobilfunkstandards und Latenz, zu den Kosten für die Netzwerkverbindung an einer bestimmten Position sowie zur Verfügbarkeit verschiedener Netze und Provider. Außerdem muss der Connectivity Manager zudem voraussehen können, welchen Weg der Fahrer nehmen wird. Um diesen sogenannten „most probable path“ zu ermitteln, rechnet die Software permanent die kalkulierte Route des Fahrzeugs ein und greift auf Navigationsdaten zurück.

Ermittelt der Connectivity Manager, dass die Verbindung auf der vorausliegenden Strecke schlechter wird oder kein Netz verfügbar ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die  Software kann den Fahrer warnen, den Netz-Ausfall ankündigen und darauf hinweisen, wann die Verbindung voraussichtlich wieder hergestellt wird. Oder sie wechselt zu einer anderen, datenunabhängigen Anwendung. Andererseits kann sie auf Basis definierter Richtlinien zwischen den verschiedenen datenintensiven Anwendungen eigenständig priorisieren. So wird beispielsweise der Download eines Software-Updates vorübergehend mit weniger Bandbreite versorgt, damit der laufende Musik-Stream nicht abbricht. Außerdem ist es dank vorausschauendem Kanalmanagement möglich, nahtlos zwischen den jeweils verfügbaren Kanälen, wie mobilen Netzwerken, verfügbaren WLAN-Hotspots in Städten oder sogar Satelliten-Verbindung, zu wechseln, je nach Netzqualität und -kosten. Weist ein Mobilfunknetz also beispielsweise eine bessere Empfangsqualität auf als ein anderes, kann der Connectivity Manager zwischen den Netzen wechseln.

Was bedeutet das?

Der Connectivity Manager kann dezent im Hintergrund laufen und den Fahrer immer „connected“ halten oder den Nutzer einbinden und selbst entscheiden lassen. Im Idealfall sollte man künftig absolut „Funk- respektive datenlochfrei“ unterwegs sein.

 

 

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