Mini bringt den Paceman zurück – als Crossover unter dem Countryman

Branchen-Insider Georg Kacher hat im „Car Magazine“ die neuen Pläne Minis detaillierter veröffentlicht – die so neu nicht sind: Nachdem der Countryman weiter wächst wird darunter Platz für ein kleineres SUV – den Paceman – der sich aber nur den Namen mit dem Vorgänger teilt.

Symobolbild des aktuellen E-Mini: Der Paceman wird auch ein Stromer - ein viertüriges Kompakt-SUV. | Foto: Mini
Symobolbild des aktuellen E-Mini: Der Paceman wird auch ein Stromer - ein viertüriges Kompakt-SUV. | Foto: Mini
Gregor Soller

2013 bis 2016 baute Mini schon mal einen Verbrenner mit dem Namen Paceman: Ein zweitüriges SUV zwischen dem Standard-Mini und dem Countryman – mit mäßigem Erfolg. Und da er nächste Countryman wieder wachsen wird und weder von der Größe noch von den Proportionen irgendwie „Mini“ sein wird – die ersten Erlkönigfotos zeigen ein Modell mit den gewohnten Proportionen irgendeines beliebigen Mittelklasse-SUV in Mini-Optik – schiebt Mini einen zweiten SUV darunter, der dann wohl die Maße des noch einigermaßen eigenständigen Ur-Counryman haben dürfte. Und wieder Paceman heißen wird.

Der neue Paceman zielt auf Opel Mokka e und Co.

Der neue Paceman wird elektrisch werden und zielt auf Fords künftigen Elektro-Puma und den Opel Mokka e, soll aber auch mit Allradantrieb (und damit sehr stark) daherkommen. Autocar nennt zudem üppige 60 kWh Akkugröße für rund 400 Kilometer Reichweite. Weitere Spekulationen Kachers betreffen den Antrieb, in dem Fall die fünfte Generation der E-Antriebe von BMW. Synchronmaschinen, die ohne Permanentmagnete und Seltene Erden auskommen, wie sie auch beim iXund i7 verbaut werden. Zu den Leistungen gibt es noch keine Angaben, doch im iX bietet das Basismodell 240 kW – genug für eine Cooper-Works-Version des künftigen Paceman.

Wenngleich es zu dessen Basis noch Spekulationen gibt: Es wird eine maßgeschneiderte EV-Basis geben, die in München entwickelt, aber in China gebaut wird und eine Weiterentwicklung der bestehenden EV-Plattformen.

Da der Paceman unter allen künftigen BMW-Moellen angesiedelt ein wird, tippen wir auf die kompakte EV-Basis und ein „made in China“, so dass der Paceman mit den Dreitürern verwandt sein und auch die Fünftürer Standard-Minis ersetzen dürfte. Der Countryman wird  fertigungstechnisch zum direkten Verwandten iX1 nach Leipzig umziehen. .

Was bedeutet das?

Eher nicht innovativ: Der künftige Paceman wird ein Elektro-SUV mit den einstigen Abmessungen des Countryman, nachdem der in die breite Masse der Mittelklasse-SUV entschwebt. Die Fertigung wird eher nicht in UK stattfinden, sodass sich Mini inhaltlich noch weiter von seinen Wurzeln entfernen wird. Denn klein und britisch ist bei der Marke künftig eher nix mehr.

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