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Mini Aceman: Das neue Ass im Mini-Ärmel?

Der 4,07 Meter lange, 1,75 Meter breite und 1,50 Meter hohe Aceman parkt genau zwischen dem Mini Cooper und dem Mini Countryman.

Mit 4,07 Meter Länge ersetzt der Aceman den einstigen Fünftürer. | Foto: Mini
Mit 4,07 Meter Länge ersetzt der Aceman den einstigen Fünftürer. | Foto: Mini
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Gregor Soller

Mini schließt die Lücke in der Familie – und die Programmerneuerung erstmal ab: Der neue fünftürige Aceman kommt mit zwei vollelektrischen Antrieben: Zur Markteinführung ist der neue MINI Aceman in den Varianten MINI Aceman E (WLTP Energieverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 14,1-14,9) mit 135 kW (184 PS) verfügbar. Mit 42,5-kWh-Akku sollen nach WLTP je nach Ausführung 294 bis zu 310 km Reichweite drin sein, wovon real kaum mehr als gut 200 km übrig bleiben dürften. Der 160 kW (218 PS) starke Aceman SE (WLTP Energieverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 13,9 bis 14,8) soll mit 54,2 kWh-Akku 382 bis 407 km weit kommen, was real im worst case 250 bis 300 km bedeuten dürfte. Womit Mini bei den Akkus auf „rightsizing“ Wert legt und schon die Basis 80% aller Fahranforderungen erfüllen dürfte.

Der Aceman E erreicht ein Drehmoment von 290 Nm, beschleunigt in 7,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Mit 160 kW/218 PS erreicht der MINI Aceman SE ein Drehmoment von 330 Nm. Damit beschleunigt das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h in 7,1 Sekunden und erzielt eine Spitzengeschwindigkeit von 170 km/h.

DC Laden mit bis zu 75 respektive 95 kW

Die Akkus können AC mit 11 kW geladen werden. Das DC-Schnellladen ist im Aceman E mit 75 kW und im Aceman SE mit bis zu 95 kW möglich. Damit kann die Batterie laut Mini an einer entsprechenden Schnellladesäule in knapp 30 Minuten von 10 Prozent auf 80 Prozent aufgeladen werden. Bei aktivierter MINI Navigation kann die Hochvoltbatterie vorab je nach Wetterbedingungen auf die ideale Temperatur zum effizienten Laden gebracht werden. Bei kalten Außentemperaturen wird so die Ladezeit dadurch erheblich reduziert.

Für einen transparenten und einfachen Ladevorgang kann der Kunde das Aufladen der Fahrzeugbatterie durch leicht verständliche Einstellmöglichkeiten optimieren. So kann etwa der Startzeitpunkt zum Aufladen gewählt oder ein bestimmtes Zeitfenster zum Laden eingestellt werden. Auch ein genauer Zielwert der Batteriekapazität ist vorab bestimmbar. Die Mini App gibt einen Überblick zum Ladeprozess, auch wenn der Kunde nicht in Fahrzeugnähe ist. So können der aktuelle Batteriezustand abgelesen, ein ladeoptimierter Routenplan erstellt oder die bisherige Ladehistorie inklusive aller Kosten und Ersparnisse eingesehen werden.

Spannende Zahlen: 59,5 mm Zahnstangenweg pro Lenkradumdrehung

Klar ist, dass auch der Aceman eher auf der knackigen Seite abgestimmt wurde. Das agile und Fahrverhalten soll durch die direkte Lenkung mit einer Zahnstangenübersetzung von 59,5 mm Zahnstangenweg pro Lenkradumdrehung betont werden, wir gehen mal davon aus, dass das eher wenig ist. Dazu soll ein „kurzes und verbindliches Gefühl beim Bremsen“ kommen. Könnte klappen, dafür ist er gerade noch nicht zu groß.

In Sachen Raumnutzung will man sich am Ur-Mini orientieren, gönnte sich dafür aber einen Meter mehr Länge und auch etlivche Zentimeter mehr Breite und Höhe. Trotzdem dürfte er die „goldene Mitte“ im Mini-Portfolio sein: Groß genug auch mal für vier, ohne so raumgreifend zu sein wie der X1-Clon Countryman.Stefanie Wurst, Leiterin von Mini, erklärt:.

„Der Mini Aceman ist perfekt, um in der Stadt zu navigieren und bietet gleichzeitig die Vielseitigkeit und Funktionalität eines Crossovers sowie das Gokart-Feeling, das Sie von einem Mini erwarten. Ich bin mir sicher, dass das extrovertierte Design, die Leistung und die Vielseitigkeit als 5-Sitzer-Crossover den Mini Aceman zu einem durchschlagenden Erfolg machen werden.“

Das Ladevolumen von 300 Litern, kann individuell durch zahlreiche Verstellmöglichkeiten auf bis zu 1.005 Liter erweitert werden, wobei die Rückbank leidder nur 60:40 geteilt ist – 40:20:40 wäre noch flexibler (aber auch teurer).

Der Aceman kommt in vier unterschiedlichen Trims: Er startet im Essential Trim. Im Classic Trim können das kontrastfarbene Dach und Seitenspiegel in Schwarz oder Weiß ausgewählt werden. Der Frontgrill ist in Schwarz Hochglanz gehalten, die Innenfläche des Grills und der Stoßfänger tragen die Karosseriefarbe. Der Favoured Trim bietet die Option auf das charakteristische Multitone Roof in Kombination mit weißen Spiegelkappen und einem Grillrahmen im Farbton Vibrant Silver. Die maximale Sportlichkeit kommt im JCW Trim, der hier leider (noch) nicht mehr Power bietet, aber eine eigene Front- und Heckgestaltung. Ein Kontrastdach im Farbton Chili Red und rote Motorhaubenstreifen unterstreichen das starke Gesamtbild. Verschiedene aerodynamische Felgendesigns in Größen zwischen 17 Zoll und 19 Zoll ergänzen die Ausstattungsoptionen des Aceman im Exterieur zusätzlich

Innen setzt Mini auch hier auf Strick

Innen übernimmt man mittlerweile Bekanntes: Die weiche, abgerundete Formensprache des Interieurs setzt sich in den gewölbten Flächen des Armaturenbretts fort. Seine Oberfläche ist auch hier mit einem gestrickten Material überzogen, bei dem die untere Farbe durch die obere durchscheint. Das gibt dem Innenraum einen wohnlichen Charakter mit akzentstarken Farbkontrasten. Die pflegeleichte, vielseitige Struktur besteht aus recyceltem Polyester und zieht sich bis in die Innenverkleidung der Türen. Komfortable Sitze, wahlweise mit textiler Oberfläche oder aus perforiertem Vescin, komplettieren die Ausstattung im Cockpit.

Ebenso bekannt ist das runde OLED-Display: Das scheibenförmige Zentralinstrument mit hochwertiger Glasoberfläche hat einen Durchmesser von 240 mm. Das Mini Operating System 9 ermöglicht die Bedienung lassen aller Fahrfunktionen intuitiv per Touch oder Sprache – was unserer Erfahrung nach gut klappt, da Mutter BMW hier sehr weit ist. Praktisch: Am linken und rechten Bildschirmrand ist dauerhaft die Temperatur für Fahrer und Beifahrer eingeblendet. Die Bedienung der Klimaeinstellungen ist stets auf der obersten Ebene in die Mini Interaction Unit integriert und kann sowohl über Touch als auch über Sprache erfolgen. Ein Single-Tap auf die Geschwindigkeitsanzeige verwandelt je nach Experience Mode die gesamte MINI Interaction Unit in einen MINI-typischen Tachometer.

Auch hier: Die klassische Kippschalterleiste

Auch hier gibt es die Kippschalterleiste in der Mitte des Cockpits. Die wichtigsten Fahrfunktionen (Parkbremse, Gangwahlstufe, Start/Stop-Schlüssel, Experience Mode Toggle, Lautstärkeregler) sind im Aceman durch fünf individuell gestaltete Kipphebelschalter direkt zugänglich. Dadurch ist kein zusätzlicher Gangwahlschalter notwendig und in der Mittelkonsole ist Platz für praktische und geräumige Ablagemöglichkeiten. Neben den Cupholdern können auf einer zusätzlichen Ablagefläche Smartphones per Wireless Charging aufgeladen werden.

Weiterführende Inhalte

Parken? Kann er notfalls allein oder per Smartphone

Durch zwölf Ultraschallsensoren und vier Surround-View-Kameras soll der Aceman freie Parkplätze genauer erkennen und platzbeschränkte Parkvorgänge automatisch einleiten. Die neue Remote Parking Funktion des optionalen Parking Assistant Pro ermöglicht es, das Fahrzeug über das Smartphone zu parken. Mit dieser Funktion fährt der Aceman selbstständig aus der Parklücke und erleichtert den Einstieg, falls der seitliche Platz zu knapp bemessen ist. Auch die Option Mini Digital Key Plus nutzt das Smartphone als Schlüssel: Die Front- und Rückleuchten starten die Willkommensprojektion, sobald der Fahrer weniger als drei Meter entfernt ist, und die Türen entriegeln sich automatisch. Der digitale Schlüssel kann auf mehrere Nutzer übertragen werden und ersetzt die Weitergabe des klassischen Fahrzeugschlüssels

Was bedeutet das?

Der Aceman könnte das Ass im neuen Mini-Programm werden. Er bietet genug Platz für alle Alltagsaufgaben ohne so groß zu bauen wie der Countryman.

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