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Miles wächst weiter und sieht erste Entlastungseffekte durch Sharing

Über ein Viertel der Führerscheinbesitzer in Berlin und Hamburg nutzten den Service, in München fast jede fünfte. Flotte legt um 72 Prozent auf rund 21.000 Fahrzeuge zu, 16,8 Prozent E-Autos. Umfrage: 58 Prozent der User von Free Floating würden ein Auto kaufen, gäbe es kein Sharing.

Carsharing liegt weiter im Trend und Miles verzeichnet ordentliches Wachstum. Die E-Flotte allerdings war im vergangenen Jahr zu 2022 leicht geschrumpft. | Foto: Miles
Carsharing liegt weiter im Trend und Miles verzeichnet ordentliches Wachstum. Die E-Flotte allerdings war im vergangenen Jahr zu 2022 leicht geschrumpft. | Foto: Miles
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Johannes Reichel

Der unabhängige Free-Floating-Carsharing-Anbieter Miles hat im vergangenen Geschäftsjahr erneut ein starkes Wachstum hingelegt. Das Unternehmen aus Berlin konnte den Anteil aktiver Nutzer:innen im Vergleich zum Vorjahr um 66,7 Prozent auf rund 900.000 Nutzende steigern. Insgesamt sind mehr als 1,6 Millionen Menschen registriert und fahrberechtigt. Die Fahrzeugflotte wuchs innerhalb eines Jahres um rund 72 Prozent auf 21.000 Fahrzeuge (inklusive Auto-Abonnement). 16,8 Prozent der Fahrzeuge wurden batterieelektrisch angetrieben. Im Vorjahr lag der Elektroanteil bei 19 Prozent. Im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil von E-Fahrzeugen an der Gesamtflotte bei 2,08 Prozent.

Zum Jahresende 2023 war der Anbieter in 15 deutschen Städten und drei belgischen Städten vertreten. Im Vorjahr waren es noch zehn Städte. Zusätzlich konnte der Service die Anzahl kleinerer Umlandgemeinden ausbauen. So bot man den Dienst zum Jahreswechsel bereits in sieben kleineren Kommunen im Umland von München an. Bonn wurde zum 1. Februar 2024 aufgrund einer neuen rechtlich unsicheren Regulierung geschlossen. 2024 will MILES weiter expandieren.

Mehr Kunden sorgen für mehr Effekte

Besonders viel genutzt wurde der Dienst in den Großstädten Berlin, Hamburg und München. So stieg der Anteil der aktiven Nutzenden in Berlin auf über 435.000, was 26 Prozent all derjenigen entspricht, die in der Bundeshauptstadt einen Führerschein besitzen. In Hamburg liegt die Quote ebenfalls bei rund 26 Prozent (221.000), in München bei 18,6 Prozent (155.000).

„Die zunehmende Nutzung von Miles spiegelt nicht nur die wachsende Beliebtheit von Carsharing im Allgemeinen wider. Wir sehen auch, dass Carsharing, wenn es skaliert und in der Ergänzung zum Umweltverbund angeboten wird, mittlerweile messbare Effekte erzeugen kann“, erklärt Oliver Mackprang, CEO.

So zeigen Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, dass die Motorisierungsrate in der Hauptstadt von 325,5 auf 319,4 PKW pro 1.000 Einwohner:innen gesunken ist. Eine kürzlich vom Anbieter durchgeführte Umfrage unter rund 7.000 Carsharing-Nutzer:innen ergab zudem, dass 58 Prozent der Nutzenden des stationsungebundenen Carsharings erwägen würden, ein eigenes Auto zu kaufen, wenn ein Carsharing wie MILES nicht mehr verfügbar wäre. Über zwei Drittel (71,3 Prozent) besitzen kein eigenes Auto, davon jedoch wiederum über die Hälfte (58 Prozent) haben in der Vergangenheit eins besessen. Damit sieht der Anbieter die These untermauert, dass Carsharing dazu beiträgt den individuellen Autoverkehr zu verringern und damit Umweltbelastungen zu reduzieren.

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