Miles: Sharing-Autos jetzt auch über billiger-mietwagen-App

In acht Städten sind die Sharing-Mobile auch über die App des Mietwagenspezialisten buchbar. Ein Mittel zur Verkehrsentlastung: Rund zehn Prozent der Verkehrsfläche in deutschen Städten von Autos belegt, wie eine neue Analyse zeigt.

Kluge Kombination: Die Mietwagen-App führt jetzt auch die Sharing-Mobile von Miles. | Foto: Miles/billiger-mietwagen.de
Kluge Kombination: Die Mietwagen-App führt jetzt auch die Sharing-Mobile von Miles. | Foto: Miles/billiger-mietwagen.de
Johannes Reichel

Die Mietwagen-Plattform billiger-mietwagen.de hat ihr Angebot im Zuge einer Kooperation mit dem größten konzernunabhängigen Carsharing-Anbieter Miles um mehr als 6.000 Fahrzeuge erweitert. Seit August können Nutzer*innen über die billiger-mietwagen App in Berlin, Hamburg, München, Potsdam, Köln, Düsseldorf, Bonn und Duisburg auf die gesamte Flotte zurückgreifen. Mit Miet- und Sharingangeboten wollen die Unternehmen nachhaltig zu einer höheren Lebensqualität in Städten beitragen, indem der motorisierte Individualverkehr reduziert werde, so die Argumentation. Weniger private Fahrzeuge führten zu einer signifikanten Einsparung von Parkraum, der stattdessen für alternative Zwecke verwendet werden kann. Vorerst wird das Update der App für iOS-Geräte zur Verfügung gestellt.

Frieder Bechtel, Pressesprecher von billiger-mietwagen.de sieht die vielfältige Flotte von E-Autos, Transporter oder Pkw als gute Ergänzung zum bisherigen Angebot. Zusätzlich zum klassischen Mietwagen, der im Voraus gebucht wird und von Stations-Öffnungszeiten abhängt, sei spontanes und kilometerbasiertes Carsharing eine nachhaltige Alternative.

„Durch die Kooperation mit billiger-mietwagen.de ermöglichen wir noch mehr Menschen Zugang zu nachhaltiger Mobilität. Die Abschaffung eines privaten Pkw soll nicht mehr als Verzicht verstanden werden, sondern als Steigerung der persönlichen Flexibilität sowie Freiheit. Vielfältige, komfortable Mobilitätsangebote und ein nahtloser Zugang sind dafür grundlegend“, meint Nora Goette, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von MILES Mobility.

Sie verweist zudem darauf, dass im Schnitt mehr als neun Prozent der Straßen in deutschen Großstädten von Autos eingenommen werden, wie eine Analyse von billiger-mietwagen.de ergab. Die Analyse des Mobilitätsanbieters zeigt, in welcher Stadt die geringste Verkehrsfläche zur Verfügung steht und wo Pkw die meiste Verkehrsfläche einnehmen. Autos benötigen in München am meisten Platz In München nehmen die privat gemeldeten Fahrzeuge 14,31 % der Verkehrsfläche ein. Damit ist München derzeit noch Spitzenreiterin.

Neue Mobilitätsformen in München

Die Landeshauptstadt ist jedoch andererseits sehr progressiv, was den Einsatz von neuen, geteilten Mobilitätsformen angeht und setzt damit dem privaten Pkw eine Alternative entgegen. Leerer ist es in Stuttgart (10,97 Prozent), Düsseldorf (10,71 Prozent), Bonn (10,70 Prozent) und Essen (10,20 Prozent). Insgesamt liegen diese Städte mehr als ein Prozent über dem deutschen Durchschnitt von 9,1 Prozent im Platzverbrauch. Zum Vergleich: Berlin (9,34 Prozent) stellt absolut betrachtet die größte belegte Verkehrsfläche (mit rund neun km²), mit 101 km² aber auch mit Abstand das größte Straßennetz.

Platzbedarf für Autos in Berlin rückläufig

Die vielfältigen Mobilitätsoptionen scheinen sich in Berlin bereits auszuzahlen, wie man aus der Analyse schließt. Am wenigsten Platz benötigen die Fahrzeuge in Münster. Nur 6,41 Prozent der Verkehrsfläche werden durch die in Münster gemeldeten Autos belegt. Ähnlich leer ist es in Leipzig (6,94 Prozent) und Karlsruhe (6,95 Prozent). In einem Ranking von 2019 (bundesverband carsharing) wurde Karlsruhe Carsharing-Hauptstadt. Auf 1000 Einwohner:innen kamen 3,2 Carsharing-Fahrzeuge

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