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Microlino verschiebt Auslieferungsstart

Als Grund nennt Microlino Uneinigkeiten mit dem neuen Geschäftsführer von TMI und Eigentümer von Artega, Klaus Frers, über die Qualitätsanforderungen und Entwicklung des Microlinos.

Eine schwarzer Tag für die Microlino-Fans: Die Auslieferung wird verschoben. | Foto: Microlino
Eine schwarzer Tag für die Microlino-Fans: Die Auslieferung wird verschoben. | Foto: Microlino
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Gregor Soller

Auch der Microlino kommt später: „Durch den Verkauf des Microlino Produzenten TMI an Artega ist die Serienentwicklung ins Stocken geraten. Die ersten Serienfahrzeuge wurden von uns zwar vor über einem Jahr vorfinanziert, allerdings erfüllt der aktuelle Entwicklungsstand unseren Qualitätsstandard noch nicht. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, den Auslieferungsstart zu verzögern, um TMI mehr Zeit zu geben die Entwicklung abzuschliessen und den Microlino kundentauglich zu machen“ sagt Wim Ouboter.

TMI war Teil der Tazzari Gruppe und Auftragsfertiger und Entwicklungspartner für den Microlino. TMI hat langjährige Erfahrung im Bereich elektrischer Leichtfahrzeuge und bereits 2009 ihr erstes elektrisches Stadtauto unter der Marke Tazzari auf den Markt gebracht. Im November 2018 wurde TMI von Artega erworben und die Produktion des Microlinos von Italien nach Deutschland verlegt. Alle ehemaligen Mitarbeiter und Führungskräfte sind nicht mehr bei TMI tätig. „Obschon wir den Verkauf von TMI nicht verhindern konnten und anfänglich versuchten, dies als Chance zu sehen, sind wir uns nun in diversen Punkten mit dem neuen Besitzer Klaus Frers uneinig. Zudem ging viel Know-How verloren, da kein Einziger der ehemaligen Mitarbeiter und Manager mehr bei TMI tätig ist “, sagt Wim Ouboter.

Die Gründerfamilie von Microlino bleibt aber zuversichtlich, dass seit 2015 entwickelte Microlino bald auf den Markt kommen wird. „Wir haben uns Artega als neuen Partner zwar nicht ausgesucht, versuchen aber trotzdem das Beste daraus zu machen, obwohl durch diesen Wechsel viel Zeit verloren ging. Unsere oberste Priorität ist und bleibt, den Microlino so bald wie möglich und in guter Qualität an unsere Kunden ausliefern zu können“, sagt Oliver Ouboter.

Was bedeutet das?

Fast alle Start-ups stoßen früher oder später auf Probleme. Bis auf weiteres werden von den über 15‘000 Vorbestellern noch keine Anzahlungen verlangt, allerdings wird in diesem Monat der Konfigurator aufgeschaltet. Vorbesteller werden einen Prioritätscode per Email erhalten, der ihnen eine bevorzugte Auslieferung ermöglicht. „Unsere Kunden werden so schon einmal ihren persönlichen Microlino konfigurieren können. Zudem hilft uns dies in der Produktionsplanung, damit wir Teile vorbestellen und so schnell wie möglich die Produktion hochfahren können“, sagt Merlin Ouboter. Bleibt zu hoffen, dass sich die Wogen zwischen Microlino und Artega bald wieder glätten.

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