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Microlino verpflichtet Peter Müller als neuen CTO

Peter Müller hat mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Automobil-, Motorrad- und Zulieferindustrie bei zahlreichen Firmen wie Porsche, BMW, Chery (China) und zuletzt BRUSA Elektronik AG (Schweiz). Er wird die weitere Microlino-Entwicklung leiten.

Peter Müller soll als CTO dafür sorgen, dass der Microlino endlich in Serie gehen kann. | Foto: Microlino
Peter Müller soll als CTO dafür sorgen, dass der Microlino endlich in Serie gehen kann. | Foto: Microlino
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Gregor Soller

Nach den Rechtsstreitigkeiten mit Artega um den Microlino scheinen die Schweizer jetzt wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Peter Müller soll die Schweizer Elektro-Knutschkugel jetzt als Chief Technological Officer in die Serie bringen. Microlino-Mitgründer Merlin Ouboter klärt in einem Interview mit Peter Müller dessen Beweggründe und die weitere Entwicklung. Hauptgrund für Müllers Entscheidung war die Tatsache, dass Microlino ein einzigartiges Produkt hat, mit dem Potential eine Ikone zu werden. Trotzdem könne man noch „fern von der klassischen Automobildenke“ agieren und so auch neue Wege gehen. Bei BMW hat Müller neben Autos auch Superbikes entwickelt, was ihm die nötige Flexibilität gibt, die beiden Welten Auto und Motorrad zu verbinden –genau dort, wo der Microlino angesiedelt ist:  

„Gerade in Bezug auf die Komplexität ist der Microlino in vielen Punkten näher beim Motorrad als an einem Auto und da hilft mir natürlich meine Erfahrung, sowohl in der Motorrad-, als auch in der Automobilentwicklung und ich kann das Beste aus beiden Welten vereinen. Der Microlino ist nun mal eine neue Kategorie und dafür braucht es auch neue Ansätze.“

Nach BMW folgte Chery, wo Müller zusammen mit anderen ausländischen Kollegen auf einem weißen Blatt Papier das Chery Technical Center Shanghai aufbauen konnte, welches sich mit der Entwicklung von neuen Prozessen und Technologien befasst hat. Dort wurde anderem auch die Plattform für die neuste Fahrzeuggeneration entwickelt. Jetzt muss Müller dafür sorgen, dass
der Microlino so ausgelegt wird, dass auch mehr als tausend Fahrzeuge jährlich problemlos hergestellt und die Kundenanforderungen zu 100% erfüllt werden können.

„Für uns steht an erster Stelle ein ausgereiftes Produkt auf die Straße zu bringen und nicht so schnell wie möglich die Produktion zu starten. Denn auf lange Sicht macht nur ein ausgereiftes Produkt die Kunden glücklich und ich bin davon überzeugt, dass wir dies schaffen werden. In den nächsten Wochen wird dann ein genauerer Zeitplan folgen.“

Was bedeutet das?

Im Januar will Microlino einen neuen Zeitplan vorlegen. Wenn Müller nochmals die Qualität anmahnt, liegt der Verdacht nahe, dass hier bei Artega nicht viel weitergegangen ist, obwohl auch Artega schon mit diesem Thema argumentierte. Stand heute scheint Artega nur eine unnötige Schleife für den Microlino gewesen zu sein. Der Verdacht liegt nahe, dass es Artega in erster Linie darum ging, , den vom Microlino abgekupferten Karolino unter der eigenen Marke auf den Markt zu bringen. Hinter den Kulissen scheint jetzt nach einem Verbot für den Karolino eine Einigung erzielt worden zu sein. Bleibt Microlino nur zu wünschen, dass man das L7e-Fahrzeug mit Müller jetzt möglichst schnell serienreif und in die Produktion bekommt.

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