Microlino: Nächster Schritt Richtung Serie

Die Schweizer haben mittlerweile ihren dritten seriennahen Prototypen fertiggestellt

Der dritte Prototyp geriet noch seriennäher. | Foto: Microlino
Der dritte Prototyp geriet noch seriennäher. | Foto: Microlino
Gregor Soller

Die Entwicklung des Microlino ist laut Mitgründer Merlin Ouboter ist in der letzten Phase. Zudem habe man mit der Industrialisierung begonnen. Dazu gehören laut Ouboter alle Formen und Vorrichtungen für die Serienfertigung, sowie die Planung der Montageschritte für die Produktion. Für das Chassis und die Karosserie sind bereits über ein Drittel der Formen fertig. Zusammen mit dem Partner CECOMP gründete man laut Ouboter eine neue Firma, die Microlino Italia, die für die Produktion in Turin zuständig sein wird. Ouboter erklärt dazu:

„Zu Beginn des Microlino Projekts wollten wir nie Hersteller werden, erkannten aber, dass dies die einzige Möglichkeit ist, die Qualität zu kontrollieren und gleichzeitig die Produktionskosten zu senken.“

Die Montagelinie wird sich auf dem Gelände von CECOMP in La Loggia, Turin, befinden.

Der dritte Prototyp ist in Bezug auf das Außen- und Innendesign bereits sehr nah an der Serienversion. Er verfügt über ein komplett neu gestaltetes Interieur mit zwei Displays, eines davon hinter dem Lenkrad als Tachometer und ein kleineres, in die mittlere Stange integriertes Touch-Display zur Steuerung von Funktionen wie der Klimatisierung. Ouboter erklärt dazu:

„Das zentrale Touch-Display gibt uns mehr Flexibilität, um zusätzliche Funktionen hinzuzufügen und benötigt weniger Platz im Vergleich zu herkömmlichen Tasten.“

Eine weitere Neuerung ist das Faltdach. Es wurde in Zusammenarbeit mit Magna Car Top Systems entwickelt, einem Experten auf dem Gebiet der Cabrioverdecke und Dachsysteme. Das neue Faltdach lässt sich während der Fahrt leicht mit einer Hand öffnen und schließen und lässt eine leichte Brise herein. Das Faltdach wird als Option erhältlich sein und ist in den Premium Versionen serienmässig.

Außerdem entwickelte man die Tür weiter: Der Türgriff wurde komplett eliminiert, um das Design weiter zu simplifizieren. Um die Tür zu öffnen, entriegelt man das Auto mit dem Funkschlüssel und drückt den kleinen Druckknopf unterhalb des Scheinwerfers. Dadurch wird die Tür gerade so weit öffnet, dass man mit der Hand die Tür greifen und vollständig öffnen kann. Um die Tür von innen zu öffnen, befindet sich ein weiterer Druckknopf auf der Rückseite der Aluminiumstange, der den Türmechanismus aktiviert. Bleibt nur zu hoffen, dass man die große Tür dann auch im Falle eines Unfalls irgendwie aufbekommt.

Was bedeutet das?

Im Nachhinein tat Microlino der Rechtsstreit mit Karolino gut, denn die Schweizer konnten Ihr Projekt nochmal komplett überdenken und massiv verbessern. Und nähern sich kontinuierlich er Serie.

 

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