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MG4 Trophy Extended Range – King of Quartett

Der 51-kWh-Basis und den 64-kWh-Versionen samt X-Power-Version stellte MG noch eine Version mit 77-kWh-Akku bei. Unserer Meinung nach die spannendste MG4-Variante.

Einmal Bayern-UK und zurück? Lässt sich im neuen "Trophy Extended Range" merklich besser machen als mit den übrigen MG4. | Foto: G. Soller
Einmal Bayern-UK und zurück? Lässt sich im neuen "Trophy Extended Range" merklich besser machen als mit den übrigen MG4. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

MG4-Käufer waren bisher pragmatisch: Viel wählten die weiße Basis mit 51-kWh-Akku ab 34.990 Euro, die nach Förderung für gut 27.812 Euro zu haben ist. Wer mehr wollte, griff meit gleich zum gut ausgestatteten „Luxury“ mit 64-kWh-Akku für 7.000 Euro mehr. Wer noch mal 4.000 Euro draufpackt, erhält ab 45.990 Euro (die sich nach Förderung für Privatleute auf 38.812,50 Euro reduziert) den neuen „Trophy Extended Range“, der bis zu 520 km Reichweite nach WLTP bietet und so auch real immer 400 Kilometer plus zur Verfügung stellt.

Die Reichweite wächst merklich an

Und da auch er mit 180 kW und 350 Nm stärker ist als der Rest des Programms, schießt er einen bei Bedarf in 6,5 Sekunden auf 100 km/h und stellt sich so genau zwischen die 64-kWh-Versionen „Luxury“ und „XPower“. Doch da man die unsägliche Kraft des Letzteren eh selten voll auskosten kann, würden wir dem „Trophy Extended Range“ den Vorzug geben: Denn wo das Allrad-Topmodell freudig gefahren schnell auch mal unter 300 km echte Reichweite fällt, bleiben hier selbst im Winter oder sehr häufigem Ausnutzen der Kraft- und Leistungsreserven immer gut 350 Kilometer übrig. Und das ist auf längeren Strecken das entscheidende Polster, das für Souveränität sorgt! Zumal man ihn dank nur Heckantrieb auch auf 17 bis 18 kWh/100 km netto heruntersparen kann und so locker 450 Kilometer plus x schafft.

Ansonsten gleicht er in vielem dem XPower: Auch hier spürt man im Antrieb bei starkem Beschleunigen eine ganz leichte „Unwucht“ und das Infotainment könnte nochmal ein massives Update vertragen, zumal es ähnlich „verschachtelt“ aufgebaut ist wie bei Nio und Co. Hier spürt man klar die chinesische Abstammung. Doch gegenüber dem XPower fehlt eben auch nicht so viel Power, dass man unbedingt zum Topmodell greifen müsste. Denn auch der „Trophy Extended Range“ bietet schon im Eco-Mode genug Punch für Fahrspaß.

Angenehmes Fahrwerk, mit knapp 1,8 Tonnen günstiges Leergewicht

Das Fahrwerk dagegen durchaus britisch: Angenehm straff, nicht ganz so souverän wie im VW ID.3 aber sehr kurvenwillig dank freudiger Lenkung. Auch hier könnten wir uns ein kleineres runderes Volant vorstellen. Interessant: Die Stoffsitze dünsten olfaktorisch „preisgünstiger“ aus als die Alcantara-Sitze im XPower, ansonsten ist alles sauber verarbeitet, wenngleich auch der Trophy mit Stoff in den Türen oder weniger schwarz etwas mehr „Glanz in der Hütte“ gut vertrüge.

Doch der Preis ist hier heiß, zumal Wärmepumpe und ein manuelles Vorheizen des Akkus bereits serienmäßig an Bord sind. Dazu packt MG sieben Jahre Garantie auf Akku und Motor. Etwas 2geizig“ sind die Serviceintervalle von einem Jahr oder 24.000 Kilometern. Die im „Trophy Extended Range“ schneller erreicht sein könnten als mit den Geschwistern.

Was bedeutet das?

MG hat sein Programm mit dem MG4 XPower und Trophy Extended Range sehr klug und sinnvoll erweitert. Wir prophezeien, dass Letzterer neben der Basis der neue Topseller im MG4-Portfoilo werden könnte. Die Anlagen stimmen, nur am Infotainment darf MG noch eine ganz ordentliche Schaufel drauflegen. Was sich per Updates lösen lassen sollte!

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