MG zeigt Studie Cyberster

Das Elektro-Konzeptfahrzeug bezieht sich optisch auf den MGB und soll an die sportlichen Wurzeln der Marke erinnern.

Mit dem "Cyberster" will MG an seine Wurzeln als Sportwagenhersteller erinnern. | Foto: MG Motors
Mit dem "Cyberster" will MG an seine Wurzeln als Sportwagenhersteller erinnern. | Foto: MG Motors
Gregor Soller

Nach wie vor gilt MG als Sportwagenmarke, auch wenn das heutige Programm in erster Linie brave Elektro-SUV und –Kombis umfasst, die nicht mehr aus Longbridge oder gar Abington kommen, sondern vom chinesischen Fahrzeugkonzern SAIC eben dort produziert werden. Mittlereile ist MG auch in Deutschland wieder aktiv, wo man bis Jahresende ein dichtes Händlernetz mit bis zu 100 Betrieben gestrickt haben möchte.

In Shanghai steht jetzt also der Cyberster, eine Roadster-Studie mit intelligenten Elektro-Antriebssystem, das für eine Beschleunigung von null auf Tempo Hundert in unter drei Sekunden sorgen oder das Auto bis zu 800 Kilometer weit bringen soll. MG verweist außerdem auf fortschrittliche Selbstfahr-Technologie auf Level 3. Carl Gotham, Direktor des SAIC-Design-Centers in London, erklärt dazu:

„Der Cyberster ist ein mutiges Statement mit Blick in die Zukunft von MG. Er zeigt unser Erbe, vor allem aber unsere hochmoderne Technologie und fortschrittliches Design.“

Denn als Brite fühlt sich Gotham nach wie vor den Wurzeln der Marke verbunden und fügt hinzu:

„Sportwagen sind das Lebenselixier der MG-DNA und der Cyberster ist ein enorm aufregendes Konzept für uns.“

Der Innenraum des Cyberster ist in zwei Bereiche getrennt und auf den Fahrer zugeschnitten. Letzterer blickt auf ein großes Display unter der Windschutzscheibe, zwei kleinere Bildschirme übernehmen zusammen mit Kameras die Funktion der Rückspiegel. Die Bedienung erfolgt über ein großes mittiges Touchpanel. Ein weiteres Display seitlich rechts vom Fahrer soll laut MG zusätzlich mehr Fahrspaß bringen  – wie genau, wird nicht verraten.

Einmal mehr zeige man mit dem Cyberster sportliche Ambitionen und prüfe auch die Herstellung eines möglichen neuen Sportwagens, heißt es bei MG. 2024 könnte die zum hundertsten Geburtstag der Marke neues Flaggschiff werden, doch beschlossen ist bisher nichts.

Was bedeutet das?

MG ist mittlerweile ein chinesischer Hersteller von elektrifizierten und rein elektrischen Brot- und Butter-SUV, die zum günstigen Tarif einen ordentlichen Job machen. Was eher der Marke „Morris“, aber nicht dem sportlichen Ableger „Morris Garages“ entsprechend würde, die William Morris einst als Ableger wie BMW „M“ oder „AMG“ gründete. Um dieses Image nicht komplett verblassen zu lassen, konstruiert man immer mal wieder sportliche Showcars wie auch 2017 schon das „E-Motion“ Concept. Wäre schön, wenn diesen Showcars trotz kleiner Stückzahlen im Sportwagensegment mal wieder ein echter MG Elektrozweisitzer in Serie folgen würde.

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