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Mercedes EQC auf letzten Abnahmetests

Die EQC-Prototypen absolvieren letzte Testfahrten vor dem Marktstart 2019.

Daimlers erster Stromer auf der neuen Plattform, der EQC, absolviert letzte Praxistests. | Foto: Daimler
Daimlers erster Stromer auf der neuen Plattform, der EQC, absolviert letzte Praxistests. | Foto: Daimler
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Gregor Soller

Nach Jaguar bereitet sich auch Daimler auf das Rollout des ersten Stromers vor. Dessen Leistungsdaten dem Jaguar I-Pace gar nicht so unähnlich sind. Zwei E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse sollen bis zu 300 kW und 700 Nm bieten, die Reichweite kann bis zu 500 Kilometer betragen. Die modular aufgebaute Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Gesamtkapazität, die je nach Modell zwischen gut 70 kWh und 110 kWh beträgt.

Auch Daimlers Stromer steht auf einer Elektrofahrzeugarchitektur aus Stahl, Alu und je nach Modell – Carbon. Gefertigt werden sollen die neuen Stromer zuerst im Werk Bremen, beim Preis werden aktuell knapp 60.000 Euro netto als Einstiegssumme genannt. In Norwegen können sich Kunden bereits für den EQC registrieren und müssen bei Interesse gut 20.000 Kronen anzahlen, was gut 2100 Euro entspricht.

Von Januar bis März 2018 haben Prototypen der neuen Baureihe die harten Wintertests in Nordschweden absolviert. Nächste Stationen auf dem Weg zur Serienreife sind weitere Fahrwerks- und Triebstrangtests sowie die integrierte Gesamtfahrzeug-Hitzeerprobung in Südeuropa. Eine besondere Rolle spielt beim Elektrofahrzeug natürlich die Akustik: Anders als bei Verbrennern ist vom Antrieb kaum etwas zu hören. Daher treten Geräusche wie etwa das Abrollen der Reifen oder Windgeräusche mehr in den Vordergrund. Großen Wert soll man „beim Daimler“ auf das klassische „schwebende“ Fahrgefühl gelegt haben, weshalb man EQC aufwändig gedämmt und vom Antrieb „entkoppelt“ haben soll. Daimler spricht hier bei den Vortests gern vom „definierten Mercedes-spezifischen Reifegrad“, den es zu erreichen gilt. Der vordere Antrieb sitzt in einem Rohrgestell, das wiederum flexibel mit der Karosserie verbunden ist. Auch die E-Maschine an der Hinterachse soll aufwändig entkoppelt worden sein.

Hier unterscheidet sich der Benz dann von Tesla oder Jaguar, was auch für die Motoren gilt: Im EQC werden Asynchronmotoren verbaut, da sie besser in den vorhandenen Bauraum passen als Synchronmotoren mit permanenterregten Magneten. Zudem sollen in der Produktion weniger Seltene Erden benötigt werden. Geladen wird per CCS-Stecker mit Wechselstrom (AC) bis 11 kW oder an Schnellladesäulen mit Gleichstrom (DC). Die maximale Ladeleistung soll bei rund 120 kW liegen.

Was bedeutet das?

Auch Daimler konkretisiert die Angaben zu seinem ersten vollelektrischen Fahrzeug auf ganz neuer Plattform und beginnt bereits ein Jahr vor der Präsentation mit dem Trommelwirbel dafür – wie es Jaguar beim I-Pace bereits vormachte.

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